Mähroboter Test 2022: Die besten Mähroboter im Vergleich

Mähroboter gehören, neben intelligenten Bewässerungssystemen, zu den beliebtesten Smart Garden-Anwendungen und sind im deutschsprachigen Raum mittlerweile weit verbreitet. Daher haben wir uns längst an den Anblick von zielstrebig die Rasenfläche durchquerenden Robotern gewöhnt. Und es kommen täglich neue Geräte hinzu. Experten gehen bis zum Jahr 2028 von einer jährlichen Umsatzwachstumsrate (CAGR) von knapp 15% aus. Dies nahmen wir zum Anlass, in diesem Sommer 2022 unseren ersten Mähroboter Test durchzuführen. In diesem Artikel findet Ihr eine übersichtliche und ausführliche Präsentation unserer Testergebnisse. Zudem erhaltet Ihr viele, gut strukturierte Hintergrundinfos zum gesamten Themenkomplex, die Euch insbesondere beim Finden des zu Euch passenden Geräts helfen sollen.

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1. Einleitung

Ein Mähroboter, auch Rasenmähroboter, Rasenroboter oder Automower genannt, ist ein akkubetriebener Roboter, der den Rasen nach einprogrammierten Vorgaben selbstständig mäht. Die zu mähende Rasenfläche wird dabei in der Regel durch einen sogenannten Begrenzungsdraht, der zuvor ober- oder unterirdisch im Garten verlegt wurde, definiert. Meist wird der Rasen nach einem zufälligen Muster gemäht. Der Roboter fährt bis zum Ende des Begrenzungskabels und dreht dann wieder um. Einige Geräte arbeiten dahingegen systematisch in Bahnen. In beiden Szenarien ist das Ergebnis idealerweise ein gleichmäßig und dauerhaft gepflegter Rasen. Darüber hinaus spart Euch ein Mähroboter eine Menge Zeit, die Ihr zukünftig mit interessantere Dingen als „Rasen mähen“ verbringen könnt.

Für die Vorbereitung, d.h. für die Auswahl des geeigneten Roboters und die sich anschließende Installation der Lösung, solltet Ihr aber (ein letztes Mal) ausreichend viel Zeit investieren. Mähroboter verfügen nämlich über viel mehr Funktionen und Features als herkömmliche Akku-Gartengeräte, wie z.B. Akku-Rasenmäher. Insbesondere wenn es um Themen wie App-Steuerung, Smart Home Integration oder die Verknüpfung mit anderen, digitalen Produkten geht, kann es etwas kompliziert werden.

Dieser Berichtet bietet Euch einen umfassenden Themenüberblick und geht dabei im Detail auf die verschiedenen Lösungsfacetten ein. Zunächst erfolgt im zweiten Kapitel eine Kategorisierung, inkl. einer Abgrenzung des Mähroboters vom Akku-Rasenmäher ebenso wie einer Vorstellung verschiedener Rasenroboter-Arten. Danach präsentieren wir Euch im dritten Kapitel unseren Ansatz für unseren Mähroboter Test 2022 und stellen Euch die von uns eingesetzten Testkategorien und -kriterien vor. Das vierte Kapitel beinhaltet dann die Testergebnisse. Im fünften Kapitel findet Ihr eine Reihe hilfreicher Informationen für Eure individuelle Geräteauswahl, z.B. in Form einer Checkliste.

2. Kategorisierung von Mährobotern

2.1. Begriffsabgrenzung

In unserem Akku-Rasenmäher Testbericht haben wir bereits die drei Begriffe Akku-Rasenmäher, Akku-Spindelmäher sowie Mähroboter eingeführt und diese voneinander abgegrenzt. In der Kurzzusammenfassung liegt der zentrale Unterschied zwischen den drei Gartengeräten darin, dass klassische Akku-Rasenmäher ebenso wie Akku-Sichelmäher durch einen Menschen geführt werden müssen, wohingegen der Automower den Rasen selbstständig mäht. Ihr arbeitet also autonom. Je nach Modell können Rasenmähroboter aber wesentlich viel mehr als einfach nur den Rasen mähen. Bei den meisten Modellen könnt Ihr sämtliche Einstellungen für das Mähen per App auf dem Smartphone oder Tablet vornehmen. Wesentliche Funktionen sind hierbei das Starten/ Beenden und Pausieren des Roboters, die Initiierung des Ladevorgangs, das Aufsetzen eines manuellen Zeitplans sowie die Anpassung der persönlichen Einstellungen. Intelligente Mähroboter sammeln und analysieren die Informationen aus vorherigen Mähvorgängen und berücksichtigen außerdem die aktuellen Wetterdaten (Temperatur, Witterung, etc.), um den Prozess der Rasenpflege kontinuierlich zu optimieren.

2.2. Mähroboter-Arten

Die zentralen Unterscheidungsmerkmale bei Mährobotern sind die Programmierbarkeit (möglich/ nicht möglich) und das Begrenzungskabel (notwendig/ nicht notwendig). Die meisten modernen Modelle sind programmierbar und bequem über eine App-Funktion steuerbar. Erst die Programmierung ermöglicht das vollautomatische, selbstständige Mähen sowie das automatische Aufsuchen der Ladestation, sobald der Akkuladestand niedrig ist. Bei Mährobotern ohne Programmierung müsst Ihr immer mal wieder manuell eingreifen. Einige, wenige Modelle benötigen keinen Begrenzungsdraht. Mähroboter ohne Begrenzungskabel können direkt in Betrieb genommen werden: einfach auf den Rasen stellen und los geht’s mit dem Mähen. Beim drahtlosen Mähroboter funktioniert die Navigation mit Hilfe von Rasensensoren oder über GPS. Die Rasensensoren nehmen die Berührung von Grashalmen wahr und signalisieren in diesem Fall, dass die betreffende Fläche noch gemäht werden muss. Rasenmähroboter mit einer GPS-Navigation erkennen über das GPS-Modul, welche Flächen noch ungemäht sind und daher bei der nächsten Mährunde noch berücksichtigt werden müssen.

3. Unsere Vorgehensweise beim Mähroboter Test

Bei der Durchführung unseres Mähroboter Tests 2022 haben wir uns an unserem bereits etablierten Ansatz für die Analyse und Bewertung von Akku-Gartengeräten (z.B. Heckenscheren oder Rasentrimmer) orientiert und eine leicht modifizierte Version des 3-Phasen-Modells angewendet. In den folgenden Abschnitten findet Ihr eine Erläuterung unserer Vorgehensweise.

Phase 1: Zunächst einmal haben wir im ersten Prozessschritt eine umfassende Bestandsaufnahme von Geräten durchgeführt. Da wir den Mähroboter Test dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführt haben, fokussierten wir uns während der Recherche- und Analysearbeiten auf Applikationen von uns bereits bekannte Geräteherstellern, wie z.B. die Firmen Bosch und Gardena. Zum Abschluss der ersten Phase wurde dann, auf Basis der ersten Analyseergebnisse, eine Rangliste der Roboter erstellt.

Phase 2: Die Geräte mit den besten Rankings wurden dann in einer zweiten Phase des Prozesses tiefergehend analysiert. Ebenso wie bei unseren klassischen Gerätetests auch, erfolgte die Überprüfung der Roboter anhand von vordefinierten Testkategorien und Testkriterien. Insgesamt wurden vier Test- bzw. Überprüfungskategorien (Hardware, Software, Betrieb und Angebot) definiert. Jeder Testkategorie wurden wiederum verschiedene Testkriterien zugeordnet, wie die folgenden Tabelle aufzeigt.

TestkategorieTestkriterium
HardwareMähroboter
Batterie
Ladestation
BetriebNavigationssystem
Betriebsmodi
Flächenmanagement
Zeitplanung
Instandsetzung
AppEinrichtung der App
Bedienung und Funktionen
Smart Home Integration
AngebotLieferumfang und Preis
Mähroboter-Services
Ersatzteile und Zubehör

Phase 3: In der dritten und letzten Phase des Prozesses erfolgte dann die Benennung der Mähroboter Testsieger 2022 auf Basis der finalisierten Gerätebewertung. Bei der finalen Bewertung wurde jedes Testkriterium (z.B. Smart Home Integration) pro Mähroboter einzeln bewertet. Darauf basierend wurden für jedes Gerät Mittelwerte pro Testkategorie (z.B. Software) ermittelt, um folglich das Gesamtergebnis pro Roboter zu berechnen. Das Gesamtergebnis entspricht dem durchschnittlichen Wert der Bewertungen der vier Testkategorien.

4. Mähroboter Test 2022: Die Ergebnisse

Im vierten Kapitel dieses Berichts stellen wir Euch nun die Ergebnisse von unserem ersten Mähroboter Test im Jahr 2022 vor. Zuerst erfolgt in Kapitel 4.1 eine kurze Präsentation der drei Testsieger. Im sich anschließenden Kapitel 4.2 stellen wir Euch dann in aller Ausführlichkeit die Testergebnisse vor. Dabei vergleichen und bewerten wir die drei Roboter anhand der im dritten Kapitel vorgestellten Testkategorien und -kriterien.

4.1. Vorstellung der Testsieger

Gardena Mähroboter smart SILENO life 1.000 m²

1. Platz (9,3 von 10 Punkten)

Der Gardena smart SILENO life 1.000 m², die zweitgrößte Applikation der aktuellen Rasenroboter Serie von Gardena, belegte in unserem diesjährigen Mähroboter Test den ersten Platz. Das Gerät überzeugte uns über alle vier Testkategorien hinweg. Insbesondere positiv hervorzuheben ist der Einsatz der innovativen LONA-Technologie für einen insgesamt effizienteren Mähprozess ebenso wie die mannigfaltigen Möglichkeiten der Einbindung des Mähroboters in das Gardena Smart System bzw. die Vernetzung des Geräts mit anderen, smarten Komponenten von Gardena.

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Bosch Mähroboter Indego M+ 700

2. Platz (8,7 von 10 Punkten)

Den zweiten Platz in unserem Mähroboter Test des Jahres 2022 belegte der Bosch Indego M+ 700, der leistungsstärkste Rasenroboter der sogenannten Indego-Serie des schwäbischen Geräteherstellers. Ebenso wie unser Testsieger von Gardena, überzeugte auch das Gerät von Bosch in allen vier Testkategorien. Durch den Einsatz der sogenannte LogiCut-Technologie ist der Mähvorgang effizient und wird außerdem ständig optimiert. Abstriche müsst Ihr beim Mähroboter von Bosch allerdings im Kontext der Flächenleistung, die laut Hersteller lediglich bei etwa 700 m² liegt, machen.

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Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+

3. Platz (8,1 von 10 Punkten)

Der Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+ schaffte es in unserem Mähroboter Test 2022 auf den dritten Platz. Der Mähroboter des bayrischen Geräteherstellers überzeugt mit einer guten Hardware, inkl. innovativer Akku- und Ladelösungen, komfortabler Bedienung und einer soliden Mähleistung bei einem kompetitiven Preis. Da sich der Mähroboter von Einhell nicht mit dem Internet verbinden kann, müsst Ihr allerdings einige Abstriche bei den Funktionen in Kauf nehmen und zudem auf Vorzüge der Smart Home Integration, z.B. die Sprachsteuerung durch Siri, Alexa oder den Google Assistant, verzichten.

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4.2. Der Testbericht

4.2.1. Testkategorie #1 – Hardware

Im ersten Schritt vergleichen und bewerten wir die Hardware. Im ersten Unterkapitel gehen wir auf das eigentliche Geräte ein und inspizieren dabei insbesondere die Flächenleistung, ergonomische Aspekte, die integrierte Sensorik, das Schneidsystem, das Bedienfeld ebenso wie die Gerätesicherheit. In der darauffolgenden Sektion beschäftigen wir uns mit den eingesetzten Lithium-Ionen Batterien und den Ladelösungen.

4.2.1.1. Mähroboter

Flächenleistung

Das Gerät mit der mit Abstand größten, empfohlenen Flächenleistung ist der Gardena Mähroboter smart SILENO life 1.000 m². Wie Ihr der Modellbezeichnung entnehmen könnt, wurde der Rasenroboter für das Mähen von bis zu 1.000 m² großen Flächen konzipiert. Dabei gilt es allerdings anzumerken, dass der Gardena Mähroboter die 1.000 m² nicht mit einer Akkuladung schafft, sondern die Lithium-Ionen Batterie zwischendrin mehrfach aufladen muss. Die von den Herstellern empfohlenen Rasengrößen für den Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+ und den Bosch Indego M+ 700 sind ebenso in den Modellnamen versteckt und liegen bei 750- bzw. 700 m².

Ergonomie

Die Lautstärke während dem Betrieb ist der unserer Meinung nach wichtigste, ergonomische Aspekt bei Rasenrobotern. Wie bereits bei der Flächenleistung, hat die Lösung von Gardena auch hier die Nase vorn. Die Lautstärke des mit einem sogenannten „Silent Drive Motor“ ausgestattete Geräts beträgt lediglich 57 Dezibel (db(A)). Die Schalldruckpegel der Roboter von Einhell und Bosch sind mit 63- bzw. 62 db(A) etwas höher. Neben der Lautstärke sind die Gerätemaße und das Gewicht als weitere, wenn auch nur sekundär wichtige, ergonomische Kriterien anzuführen. Der Bosch Mähroboter Indego M+ 700 ist das kompakteste Geräte mit dem geringsten Gewicht.

ErgonomieGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Maße (LxBxH)58x39x22 cm44,5x36,4x20,2 cm69x43x30 cm
Gewicht (inkl. Akku)8,3 kg7,6 kg8,0 kg
Lautstärke57 db(A)62 db(A)63 db(A)

Sensorik

Die drei Automower wurden alle mit einem Hindernis-, Neigungs- und Hebesensor ausgestattet. Hindernissensoren dienen, wie der Name sagt, der Erkennung und Vermeidung von Hindernissen auf der Mähfläche. Durch Neigungssensoren wird sichergestellt, dass die maximal mögliche Steigung nicht überschritten wird. Diese liegt beim Bosch Indego M+ 700 bei 27% und bei den Geräten von Gardena und Einhell bei 35%. Am Einhell Freelexo 750 LCD BT+ wurden zudem Regensensoren zur Niederschlagserkennung angebracht. Die Roboter von Bosch und Gardena haben keine Regensensoren, da sie beide über WLAN mit dem Internet verbunden sind und Zugriff auf die Live-Wetterdaten haben. Interessanterweise verfügt der Roboter von Gardena trotzdem über Frostsensoren zur Erkennung von Minustemperaturen.

SensorikGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Hindernissensoren+++
Neigungssensoren+++
Hebesensoren+++
Regensensoren--+
Frostsensoren+--

Schneidsystem

Die, im Kontext des Schneidsystems von Mährobotern, wichtigsten Aspekte sind das Messersystem, die Schnittbreite sowie die Möglichkeiten bei der Einstellung der Schnitthöhe. Zunächst einmal sind alle drei Geräte mit einem Drei-Drehklingen Messersystem, bestehend aus der Messerscheibe und den Messerklingen, ausgestattet. Eine Besonderheit besteht beim Messersystem des Roboters von Gardena, da dieses bei jedem Neustart die Schneidrichtung ändert, um die Abnutzung der Messer zu verringern. Die Geräte von Bosch und Einhell verfügen nicht über ein solche Funktion. Daher müssen die Klingen bei diesen Geräten häufiger ausgetauscht werden. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² überzeugte außerdem mit dem breitesten Schnitt (22 cm). Der Mähroboter von Einhell bietet unserer Meinung nach am meisten Flexibilität in Sachen Schnitthöhe, die je nach Bedarf zwischen 2 und 6 cm eingestellt werden kann.

SchneidsystemGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Messersystem3-Klingen3-Klingen3-Klingen
Schnittbreite22 cm19 cm18 cm
Schnitthöhe2-5 cm3-5 cm2-6 cm

Bedienfeld

Die drei von uns betrachteten Lösungen verfügen allesamt über ein Bedienfeld, bestehend aus einem Display und einer Tastatur. Der Bosch Indego M+ 700 hat ein HMI-Display, der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ ein LCD-Display und der Gardena smart SILENO life 1.000 m² wurde mit einem MonoChrome Graphical Display ausgestattet. Über die Tastatur des Bedienfelds könnt Ihr alle auf alle grundlegenden Funktionen der Mähroboter zugreifen und diese ausführen. Im Zuge der Betrachtung der Bedienfelder der Geräte konnten wir keine wesentlichen Unterschiede identifizieren.

Sicherheit

Weiter oben haben wir Euch bereits darüber informiert, dass alle drei Geräte über Hebesensoren verfügen. Die Hebesensoren werden aktiviert, wenn die Roboter angehoben und nach einer definierten Zeit, bspw. nach zwei Sekunden, nicht wieder zurück auf den Boden gestellt werden. Bei Aktivierung der Hebesensoren ertönt ein Alarm und der Mähroboter ist nicht mehr einsatzfähig, bis die PIN korrekt eingegeben wurde. Den PIN-Code wählt Ihr während der Installation aus. Der Mähroboter von Gardena verfügt darüber hinaus über weitere Sicherheitsstufen, so muss z.B. immer eine neue PIN-Nummer festgelegt werden, falls das Gartengerät für mehr als 30 Tage nicht bewegt wurde.

4.2.1.2. Akku & Ladestation

maehroboter-test-akku-ladestation Die drei Rasenroboter sind alle mit Lithium-Ionen Batterien auf 18 Volt Basis ausgestattet. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² wird mit einem Akku mit einer Kapazität von 2.0 Amperestunden (Ah) betrieben und der Bosch Indego M+700 mit einer 2.5 Ah Batterie. Für den Einhell Freelexo 750 LCD BT+ könnt Ihr aus mehreren Akkus mit Kapazitäten zwischen 1.5 und 6 Ah auswählen. Viel wichtiger als die Akkukapazität ist jedoch die eigentliche Akkuleistung (Wieviel Quadratmeter Rasen können mit einer Akkuladung gemäht werden?). Klarer Spitzenreiter aus unserem Trio ist der Mähroboter von Gardena, dessen voller Akku unter normalen Bedingungen Energie für etwa 70 m² Rasenfläche liefert. Dahingegen schafft der Rasenmähroboter von Bosch mit einer Akkuladung nur knapp 40 m². Bei Einhell ist die mögliche Fläche pro Akkuladung abhängig von der Kapazität des eingesetzten Akkus. Umso höher die Akkukapazität, umso größer ist auch die Fläche, die sich mit einer Akkuladung bewältigen lässt.

Die Akkuladezeit ist vor allen Dingen dann relevant, wenn Ihr einen größeren Garten besitzt, den der Automower nicht in einem Arbeitsgang mähen kann und die Batterie folglich zwischenladen muss. Die Ladezeiten beim Bosch Indego M+ 700 und beim Gardena smart SILENO life 1.000 m² liegen jeweils bei ungefähr einer Stunde. Falls Ihr den Einhell Mähroboter Freelexo in Kombination mit einem 5,2- oder gar 6,0 Ah Akku betreibt, müsst Ihr ebenso von Ladezeiten von ca. 60 Minuten rechnen. Bei Verwendung einer kleineren Batterie von Einhell, bspw. des 18V 3,0 Ah Akkus, beträgt die Ladezeit allerdings lediglich eine halbe Stunde.

4.2.1.3. Bewertung von Testkategorie #1
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,5/109,0/109,5/10
Mähroboter10/109/109/10
Akkus und Ladestation9/109/1010/10

4.2.2. Testkategorie #2 – Betrieb

maehroboter-test-betrieb-rasen-maehen Nachdem wir im letzten Kapitel die Hardwarekomponenten überprüft haben, erfolgt nun eine Analyse wichtiger Faktoren für den eigentlichen Mähroboterbetrieb. Hierzu gehören vor allem das eingesetzte Navigationssystem, die Verfügbarkeit verschiedener Betriebsmodi sowie die Auswahl an Funktionen für das Flächenmanagement und die Zeitplanung. Abschließend gehen wir auf das Thema Geräteinstandsetzung und damit verbundene Aufwände ein.

4.2.2.1. Navigationssystem

Die drei Mähroboter bedienen sich allesamt eines Begrenzungsdrahts zur Unterstützung Ihrer Navigation. Die Länge des im Lieferumfang enthaltenen Begrenzungskabels beträgt beim Bosch Indego M+ 700 und Einhell Freelexo 750 LCD BT+ je 175 Meter und beim Gardena smart SILENO life 1.000 m² ganze 200 Meter. Das Gerät von Gardena navigiert innerhalb des eingegrenzten Bereichs, unter Verwendung der LONA-Technologie, GPS-gestützt. Dadurch kann der Roboter bspw. eine optimierte Karte erstellt und vermehrte Fahrtspuren vermeiden. Daraus resultiert ein optimiertes Rasenbild. Der Bosch Mähroboter Indego M+ 700 ist zwar nicht GPS-fähig, mittels der LogiCut-Technologie wird aber dennoch die effizienteste Strecke berechnet, die dann systematisch und in linearen Bahnen gemäht wird. Im Gegensatz zu den Geräten von Bosch und Gardena bewegt sich der Rasenroboter von Einhell nach dem Zufallsprinzip. Um die Effizient zu erhöhen versetzt sich das Gerät während des Mähens mehrfach in den Spot-Mow Modus, in dem kleinere Flächen intensiv bearbeitet werden.

4.2.2.2. Betriebsmodi

Vor dem Hintergrund der konstant steigenden Energiekosten in Europa ist bei der Untersuchung der verschiedenen Betriebsmodi in erster Linie wichtig, ob die Geräte über einen Energiesparmodus verfügen. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² und der Bosch Indego M+ 700 können beide in einen solchen ECO-Modus versetzt werden. Um Energie zu sparen, wird der Strom auf den Begrenzungs- und Suchkabeln automatisch ausgeschalten, wenn die Geräte inaktiv sind. Der Mähroboter von Bosch verfügt sogar noch über zwei weitere Betriebsmodi, die sogenannten Maintenance- und Interactive Modi. Der Maintenance Modus startet immer dann automatisch, wenn der Rasen über einen längeren Zeitraum (i.d.R. 2 Wochen) nicht gemäht wurde. Im Interactive Modus mäht der Roboter den Rasen länger und gründlicher. Dahingegen kann der Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+ ausschließlich im Normalbetrieb arbeiten.

4.2.2.3. Flächenmanagement

Verbindung von Flächen

Alle drei Rasenroboter sind Multi-Area fähig, d.h. dass innerhalb eines definierten Hauptbereichs verschiedene Flächen über Passagen miteinander verbunden werden können. Eine Passage, oftmals auch Korridor genannt, ist ein Abschnitt mit Begrenzungskabeln an beiden Seiten. Bei Bosch und Gardena können im Hauptmähbereich bis zu drei Flächen über Korridore miteinander verbunden werden. Laut der Rechercheergebnisse von unserem Mähroboter Test 2022 existiert bei Einhell keine Begrenzung.

Nebenflächen

Darüber hinaus können sowohl bei Bosch als auch Gardena und Einhell Nebenflächen bzw. Nebenbereiche festgelegt werden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit dem Hauptbereich nicht über eine Passage verbunden werden können, bspw. aufgrund eines Gehwegs zwischen den beiden Flächen. Der Mähroboter muss dann manuell zum Nebenbereich befördert werden. Idealerweise wird jeder Nebenbereich mit einer separaten Ladestation ausgestattet.

AreaProtect & Zonen-Management

Eine AreaProtect-Funktion ermöglicht dem Anwender die Definition von Rasenbereichen, die nicht gemäht werden sollen. Durch das Zonen-Management kann die Mähfrequenz und die Mähintensität für verschiedene Gartenbereiche festgelegt werden. Bspw. könnt Ihr einstellen, dass schattige Bereiche weniger oft gemäht werden sollen, da dort das Gras langsamer wächst. Unter den von uns betrachteten Geräten verfügt allerdings lediglich der Gardena Mähroboter über die beiden genannten Features. Die Roboter von Bosch und Einhell wurden weder mit einer AreaProect-Funktion noch mit einem Zonen-Management Feature ausgestattet.

Punktgenaues Mähen

Mit der Funktion „Punktgenaues Mähen“, oftmals auch SpotMow- oder SpotCutting-Funktion genannt, werden Rasenbereiche festgelegt, die der Mähroboter dann mit besonderer Gründlichkeit bearbeitet. Eingesetzt wird die Funktion insbesondere in Bereichen, die sonst nicht oder seltener gemäht werden. Außerdem bietet sich das Feature für die Bearbeitung von, unter normalen Bedingungen, schlecht zu erreichenden Sektionen, z.B. im Bereich der Gartenbestuhlung oder zwischen Blumentöpfen, an. Die von uns überprüften Applikationen verfügen alle über eine Funktion zum punktgenauen Mähen.

Kantenschneiden

Die Mähroboter von Einhell und Bosch wurden beide mit einer separaten Rasenkantenfunktion ausgestattet. Beim Einhell Freelexo 750 LCD BT+ heißt die Funktion „Randmähen“ und beim Bosch Mähroboter Indego M+ 700 wird sie als BorderCut-Funktion bezeichnet. Bei beiden Geräten muss die Funktion aktiviert werden. Dahingegen ist die sogenannten CorridorCut-Funktion beim Gardena Mähroboter fest integriert, d.h. die Funktion muss nicht manuell ein- oder ausgestellt werden. Der Roboter erkennt die Ecken und Kanten automatisch und mäht diese entsprechend mit.

SchneidsystemGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Verbindung von Flächen+++
Nebenflächen+++
AreaProtect+--
Zonen-Management+--
Punktgenaues Mähen+++
Kantenschneiden+++

4.2.2.4. Zeitplanung

Eine manuelle Zeitplanung, bei der Ihr die Tage ebenso wie die Betriebszeit, inklusive der Start- und Endtermine, selbst festlegen müsst, ist bei allen drei Geräten möglich. Die Mähroboter von Gardena und Bosch verfügen darüber hinaus über eine intelligente Kalenderfunktion, die den Mähzyklus auf Basis von Eckdaten, bspw. die Größe der Rasenfläche oder die Akkuleistung, automatisch kalkuliert. Da der Bosch Indego M+ 700 und der Gardena smart SILENO life 1.000 m² mit dem Internet verbunden sind, können beide Geräte außerdem auf aktuelle Daten aus dem Netz (z.B. Niederschlags- und Temperaturvorhersage) zugreifen. Mithilfe der gewonnen Erkenntnisse kann der Mähprozess bei Bedarf täglich angepasst und optimiert werden. Für den Einhell Freelexo 750 LCD BT+ steht keine intelligente Planungsfunktion zur Verfügung.

4.2.2.5. Instandsetzung

Für die Installation solltet Ihr bei allen drei Lösungen genügend Zeit einplanen. Der wohl aufwändigste Teil ist das Verlegen des Begrenzungskabels, vor allem wenn dies unterirdisch geschehen soll. Immerhin stehen aber sehr gut beschriebene Installations- und Bedienungsanleitungen ebenso wie Erklärvideos auf den Hersteller-Webseiten zur Verfügung, die Euch bei der Instandsetzung helfen. Darüber hinaus findet Ihr auf Youtube viele gute Video Tutorials. Gardena und Einhell bieten Ihren Kunden zudem gegen einen Aufpreis entsprechenden Installationsservices an.

4.2.2.6. Bewertung von Testkategorie #2
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,4/109,0/107,0/10
Navigationssystem9/108/106/10
Betriebsmodi9/1010/106/10
Flächenmanagement10/109/108/10
Zeitplanung10/1010/106/10
Instandsetzung9/108/109/10

4.2.3. Testkategorie #3 – App

maehroboter-test-bedienung-app-smartphone Die drei Mähroboter-Modelle können allesamt über eine App auf dem Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Die Apps können im Apple Store oder Google Play Store heruntergeladen werden und heißen „Bosch Smart Gardening App“, „Gardena Smart App“ bzw. „Einhell Connect App“. In den kommenden Abschnitten werden wir die Apps der drei Gerätehersteller intensiver betrachten.

4.2.3.1. Einrichtung der App

Der Setup- bzw. Einrichtungsprozess ist sowohl bei der Bosch Smart Gardening App, der Gardena Smart App als auch bei der Einhell Conncet App relativ simpel und beginnt direkt nach dem Download. Ein „Guide“ führt Euch durch die einzelnen Schritte. Zu Beginn werdet Ihr aufgefordert, ein Nutzerkontos beim jeweiligen Hersteller anzulegen. Der zweite, wesentliche Schritt der App-Einrichtung ist das Pairing bzw. die Verbindung der Geräte. Bei Bosch und Einhell verbindet Ihr die Mähroboter direkt mit Eurem Smartphone oder Tablet. Bei der Lösung von Gardena wird ein sogenannter Smart Gateway dazwischen geschalten, den Ihr aufstellen und einmalig mit Eurem WLAN-Router verbinden müsst. Im Anschluss an den Einrichtungsprozess fahren die beiden Roboter von Bosch und Gardena die Rasenfläche ab, um eine Karte zu erstellen (Garden Mapping). Der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ führt kein Garden Mapping durch, da er, wie bereits mehrfach erwähnt, nach einem chaotischen Prinzip arbeitet.

4.2.3.2. Bedienung und Funktionen

Die drei Geräte können bei Bedarf vollständig über die jeweiligen Apps gesteuert werden. Zu den verfügbaren Funktionen gehören, neben den Basisfunktionen wie das Starten, Pausieren und Beenden des Mähens, die Überprüfung der Geräteeinstellungen oder die Analyse des aktuellen Status u.a. auch die Planungsfunktion ebenso wie die weiter oben thematisierten Funktionen rund um das Flächenmanagement (Verbindung von Flächen, punktgenaues Mähen, Kantenschneiden, etc.). Im Kontext der Bedienung und Steuerung ist unserer Meinung nach von zentraler Wichtigkeit, ob der Mähroboter WLAN-fähig ist und sich somit mit dem Internet verbinden kann. Falls das Gerät nämlich die Bluetooth-Technologie nutzt und somit nicht online-fähig ist, müsst Ihr stets in der Nähe des Geräts stehen, um diesen mit Eurem Handy oder Tablet zu steuern. Dahingegen könnt Ihr WLAN-fähige Rasenmähroboter von überall aus bedienen.

Darüber hinaus bieten mit dem Internet verbundene Mähroboter in der Regel einen größeren Funktionsumfang. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² und der Bosch Indego M+ 700 sind WLAN-fähig, der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ aber nicht. Dies hat zur Folge, dass das Gerät über weniger Funktionalitäten für die Planung und das Flächenmanagement verfügt. Darüber hinaus kann der Roboter von Einhell nicht via Sprachsteuerung bedient werden. Bei Bosch und Gardena ist dies wiederum möglich. Je nach Vorliebe kann die Bedienung der Mähroboter über Siri (Apple), Alexa (Amazon) oder den Google Assistant erfolgen. Zudem können bei Bosch und Gardena, im Gegensatz zu Einhell, bei Bedarf auch andere Smart Garden Devices, z.B. intelligente Bewässerungslösungen, mit einbezogen werden. Weitere Informationen dazu findet Ihr in der folgenden Sektion.

4.2.3.3. Smart Home Integration

Gardena bietet neben den Mähroboter-Modellen eine Reihe weiterer Komponenten für den smarten Garten an. Der Fokus liegt auf Lösungen für die Gartenbewässerung, wie z.B. „smart Garden Control“ für die automatische Bewässerung oder „smart Sensor“ zur Steuerung der Bodenfeuchtigkeit. Zudem ist das Gardena smart system standardmäßig mit dem Apple HomeKit sowie der Smart-Home-Plattform von Magenta integriert. Wem diese Möglichkeiten nicht ausreichen, der kann über die Plattform IFTTT vordefinierte Szenarien abrufen und integrieren, wie bspw. die Sprachsteuerung. Fortgeschrittene Anwender können auf der Plattform sogar eigene Szenarien erstellen und in das System einbinden. Ebenso wie der Rasenroboter von Gardena, kann sich auch der Bosch Indego M+ 700 über die IFTTT-Plattform mit anderen digitalen Services verbinden. Die Lösung von Bosch ist allerdings nicht werksmäßig mit anderen Plattformen, z.B. dem Apple HomeKit, integriert. Zudem verfügte Bosch zum Zeitpunkt unserer Recherchearbeiten für unseren Mähroboter Test 2022 über keine anderen Smart Garden Devices.

4.2.3.4. Bewertung von Testkategorie #3
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,7/109,0/106,0/10
Einrichtung9/1010/1010/10
Bedienung und Funktionen10/109/107/10
Smart Home Integration10/108/101/10

4.2.4. Testkategorie #4 – Angebot

maehroboter-test-lieferumfang-preis In der vierten und letzten Kategorie haben wir alle angebotsrelevanten Kriterien überprüft. In den folgenden Abschnitten präsentieren wir Euch unsere Ergebnisse und gehen dabei zunächst auf das den Lieferumfang und insbesondere den Gerätepreis ein. Anschließend vergleichen wir das Angebot an optionalen Serviceleistungen der drei Hersteller, um zum Abschluss dieser Sektion den Bereich Zubehör und Ersatzteile näher zu beleuchten.

4.2.4.1. Lieferumfang und Preis

Die drei von uns in diesem Testbericht begutachteten Rasenroboter werden zusammen mit einer Reihe verschiedener Komponenten für den Betrieb geliefert. Dazu gehören neben dem Lithium-Ionen Akku außerdem die Ladestation und ein Netzteil. Zudem sind im Lieferumfang die Begrenzungskabel sowie die für die gesamte Installation notwendigen Klemmen oder Haken enthalten. Im Kontext des Lieferumfangs unterscheiden sich die drei Angebote somit nicht. Allerdings existieren größere Differenzen hinsichtlich der Anschaffungskosten. Zum Zeitpunkt unserer Recherche für den Mähroboter Test (Sommer 2022) war unser Testsieger, der Gardena smart SILENO life 1.000 m², die mit Abstand teuerste Lösung, gefolgt vom Bosch Indego M+ 700. Der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ war der günstigste Mähroboter.

4.2.4.2. Service

Da es sich bei Mährobotern letztlich doch um komplexere Produkte handelt, offerieren die Gerätehersteller auch eine Reihe an verschiedenen optionalen Services. Alle drei Firmen bieten neben den herkömmlichen Gerätereparatur- und Ersatzeilservices auch speziell für den Mähroboter konzipierte Inspektions- bzw. Wartungsleistungen an. Die Kunden von Gardena und Einhell können sogar noch auf weitere, auf den Roboter zugeschnittene, Dienstleistungen zugreifen. Hierzu gehören Services für die Auswahl und Planung, die Installation der Lösung, inklusive der Verlegung des Begrenzungskabels, sowie für die Einlagerung im Winter (inkl. Wartung). Die zuletzt beschriebenen Angebote haben wir bei Bosch vermisst. Im Gegensatz zu Gardena und Einhell bietet Bosch jedoch einen Service für die Rücknahme und das Recycling des Geräts und der Batterien an. Die folgende Tabelle bietet eine Zusammenfassung des Dienstleistungsspektrums der drei Anbieter.

SchneidsystemGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Planung+-+
Installation+-+
Winterlagerung+-+
Inspektion+++
Kabelreparatur+--
Gerätereparatur+++
Ersatzteile+++
Rücknahme/ Recycling-+-

4.2.4.3. Zubehör und Ersatzteile

Gardena, Bosch und Einhell bieten ihren Kunden ein umfangreiches Sortiment an Ersatz- und Zubehörteilen für die Automower an. Unter Ersatzteilen verstehen wir Komponenten, die zwingend für die Installation bzw. den Betrieb des Mähroboters benötigt werden. In aller Regel sind die Komponenten bereits im Standardlieferumfang enthalten sind, wie bspw. der Begrenzungsdraht oder die Ladestation und das entsprechende Netzteil. Mit dem Begriff „Zubehör“ beziehen wir uns dahingegen auf optionale Komponenten, die sich nicht im Standardlieferumfang befinden. Ein Beispiel bietet die Mähroboter-Garage, die bei allen drei Anbietern dazu gekauft werden kann. Die Anschaffung einer Garage für Euren Mähroboter erachten wir insbesondere dann als sinnvoll, wenn der ausgewählte Ladeplatz nicht vollständig vor Sonneneinstrahlung und Regen geschützt ist.

4.2.4.4. Bewertung von Testkategorie #4
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt8,8/109,0/109,8/10
Lieferumfang10/1010/1010/10
Preis6/108/1010/10
Service9/108/109/10
Zubehör und Ersatzteile10/1010/1010/10

4.2.5. Zusammenfassung der Ergebnisse

Nachdem wir Euch im Verlauf dieses vierten Kapitels unsere Testergebnisse in aller Ausführlichkeit vorgestellt und diese begründet haben, zeigt Euch die folgende Tabelle abschließend nochmals eine Zusammenfassung der Ergebnisse von unserem Mähroboter Test im Jahr 2022.

BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,3/109,0/108,1/10
Hardware9,5/109,0/109,5/10
Betrieb9,4/109,0/107,0/10
App9,7/109,0/106,0/10
Angebot8,8/109,0/109,8/10
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5. Ratgeber: Auf was Ihr beim Mähroboter Kauf achten solltet

5.1. Mähroboter im Vergleich mit klassischen Akku-Rasenmähern

Die meisten Besitzer eines Mähroboters haben sich, an irgendeinem Punkt während ihres individuellen Entscheidungsprozesses, für die Anschaffung eines autonomen Rasenroboters und gegen den Kauf eines herkömmlichen Akku-Rasenmähers entschieden. Die in diesem Kapitel beschriebenen Vor- und Nachteile von Rasenmährobotern (im Vergleich zu Akku-Rasenmähern) wurden bei der Entscheidungsfindung idealerweise berücksichtigt.

5.1.1. Vorteile von Mährobotern

maehroboter-rasenmaeher-vergleich

Zeitsparend

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rasenmäher, den Ihr über den gesamten Mähvorgang hinweg manuell führen müsst, navigiert ein Mähroboter selbstständig auf dem Rasen. Der daraus resultierende Zeitgewinn ist, je nachdem wie regelmäßig Ihr Euren Rasen früher gemäht habt, nicht zu verachten. Davon ausgehend, dass Ihr in den Sommermonaten von April bis September (6 Monate bzw. 26 Wochen) einmal pro Woche für eine Stunde mäht, beträgt die eingesparte Zeit pro Jahr etwa 26 Stunden (d.h. mehr als zwei Tage), die Ihr künftig z.B. Eurer Familie oder Eurem Hobby widmen könnt.

Lokationsunabhängig

Die gängigen Rasenroboter könnt Ihr über Euer Handy oder Tablet steuern. Bei Verwendung der Bluetooth-Technologie, müsst Ihr allerdings in der Nähe des Mähroboters stehen, um mithilfe der App in den Mähprozess eingreifen zu können. Falls der Mähroboter aber über WLAN mit dem Endgerät verbunden ist, könnt Ihr das Gerät von überall aus steuern. In diesem Fall müsst Ihr Euch bspw. in Zukunft keine Gedanken mehr darüber machen, welcher Nachbar des Rasen während des Urlaubs freundlicherweise mähen wird, sondern könnt alle Einstellungen komfortabel an jedem Strand der Welt vornehmen, solange Ihr eine WLAN-Verbindung habt.

Verbesserte Rasenqualität

Der Einsatz eines Automowers führt mittel- bis langfristig in der Regel zu einer verbesserten Rasenqualität. Durch das regelmäßige Mähen (bspw. täglich) wächst der Rasen zum einen sehr dicht und zum anderen kann sich Unkraut nur schwer ausbreiten. Darüber hinaus trägt das Mulchen zur Steigerung der Rasenqualität bei. Mittels der Mulch-Funktion werden die abgeschnittenen Grashalme gleich wieder auf dem Rasen ausgeworfen, um dort bis zur Verrottung liegen zu bleiben. Längerfristig wird der Rasenschnitt biologisch abgebaut, wodurch die Nährstoffe freigesetzt werden und dem Boden als Dünger zur Verfügung stehen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass Ihr das Schnittgut nicht entsorgen müsst.

Geräuscharm

Im Normalfall sind Mähroboter sogar noch leiser, als die sowieso schon relativ geräuscharmen, batteriebetriebenen Rasenmäher. So liegen bspw. die Schalldruckpegel der von uns in diesem Jahr ausgezeichneten Mähroboter von Gardena (smart SILENO life 1.000 m²) und Bosch (Indego M+ 700) bei lediglich 57- und 63 Dezibel. Zwei bekannte Akku-Rasenmäher der gleichen Hersteller, der Bosch Akku-Rasenmäher Rotak 430 LI und der Gardena Akku-Rasenmäher PowerMax Li-18/32, haben dahingegen Schalldruckpegel von 76- bzw. 77 Dezibel und sind damit um mindestens 13 Dezibel lauter als die für diesen Vergleich hinzugezogenen Mähroboter-Modelle.

Wartungsarm

Viel zu tun gibt es bei Rasenmährobotern in der Regel nicht. Dennoch solltet Ihr auf Sauberkeit achten, das gilt vor allem für die Räder und die Unterseite. Schmutz und feuchter Rasenschnitt haften hier gerne an. Weiterhin solltet Ihr das Schneidwerk hin und wieder überprüfen, um ein gutes Schnittbild zu erzielen. Sind die Klingen oder Balken stumpf, rupfen sie die Gräser eher, anstatt sie zu schneiden. Möglicherweise bekommt Ihr die anstehenden Wartungsarbeiten auch in der App angezeigt. Mit zunehmendem Alter ist auch ein Verschleiß des Lithium-Ionen Akkus möglich. Dieser kann bei den meisten Mähern aber ohne Probleme ausgetauscht werden.

5.1.2. Nachteile von Mährobotern

Teuer

Der wahrscheinlich größte Nachteil von Mährobotern sind die hohen Anschaffungskosten. Es gibt zwar eine Reihe von Rasenrobotern, die schon für 400 Euro angeboten werden, allerdings müsst Ihr dann in der Regel einige Abstriche im Kontext der Geräteleistung (z.B. maximale Mähfläche) und Funktionalität (z.B. WLAN-Technologie) hinnehmen. Die Preise für höherwertige Geräte für Privatanwender, wie z.B. die im Mähroboter Test 2022 thematisierten Lösungen von Bosch, Gardena und der Firma Einhell, liegen zwischen etwa 800- und 2.000 Euro.

Aufwändige Vorbereitung

Einen normalen Akku-Rasenmäher könnt Ihr Euch im Internet bestellen und dann, nach einer kurzen Installationsphase, direkt mit dem Rasen mähen loslegen. Bevor der Mähroboter aber zum ersten Mal eingesetzt werden kann, müssen noch einige Vorbereitungsarbeiten durchgeführt werden. Die Installation des Begrenzungsdrahts ist dabei der wohl aufwändigste Part, insbesondere wenn Ihr Euch dafür entscheidet, das Begrenzungskabel unterirdisch zu verlegen. Zudem solltet Ihr etwas Zeit für den Download, die Installation und den Setup der App ebenso wie für die Kopplung der App mit dem Roboter einplanen. Darüber hinaus müssen ggf. einige Einstellungen direkt am Mähroboter vorgenommen werden.

An Voraussetzungen gebunden

Für den erfolgreichen Gerätebetrieb sollte Euer Garten gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen. Bspw. kommen einige Mähroboter nicht gut mit unebenen, hügeligen oder anderweitig unregelmäßigen Böden zurecht. Außerdem schaffen sie in der Regel keine extremen Steigungen. Die von uns überprüften Roboter bewältigen z.B. nur Anstiege von bis zu 35%. Weiterhin solltet Ihr darauf achten, dass das Gras nicht zu lang wird, da viele Geräte dieses nur bis zu einer bestimmten Höhe mähen. Auch sollte sichergestellt sein, dass der Rasen frei von kleineren Gegenständen, wie z.B. Kinderspielzeug, aber auch kleineren Steinen oder Tannenzapfen, ist, da sich eventuelle Kollisionen negativ auf die Klingen des Mähroboters auswirken können. Vor dem Mähen im Herbst solltet Ihr störendes Material wie Laub und Fallobst wegräumen. Laub und Fallobst verkleben an den Rädern und können diese blockieren. Bei größeren Flächen empfehlen wir Euch ein Entfernen des Laubes mit einem akkubetriebenen Laubsauger oder Laubbläser.

Gefährdung von Tieren

Gewissermaßen stellen Mähroboter eine Gefährdung für Insekten und Kleintiere ebenso wie für andere Gartenbewohner dar. Da der Roboter den Rasen regelmäßig, u.U. täglich, schneidet, werden den Insekten und Kleintieren die Nahrungsquellen und ihr Unterschlupf genommen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Autmower sie überfährt. Solltet Ihr Euren Rasen auch noch am Abend oder in der Nacht mähen, so gefährdet Ihr zudem nachtaktive Tiere in Eurem Garten, bspw. die Igel.

5.2. Kaufkriterien bei Mährobotern: Die Checkliste

maehroboter-kaufen-checkliste Nachdem Ihr Euch für die Anschaffung eines Rasenroboters entschieden habt, müsst Ihr in der nächsten Phase des Prozesses das am besten zu Euch passende Gerät identifizieren und die finale Kaufentscheidung treffen. Da es mittlerweile sehr viele, verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern gibt, stellt die Geräteauswahl allerdings eine große Herausforderung für die meisten potentiellen Käufer dar.

Unserer Meinung nach sollet Ihr, um den Auswahlprozess so einfach wie möglich zu gestalten, strukturiert vorgehen. Idealerweise erstellt Ihr im ersten Schritt eine Liste, die alle Geräte beinhaltet, die grundsätzlich für einen Kauf in Frage kommen. Um den Aufwand überschaubar zu halten, sollte die Liste nicht mehr als fünf Modelle enthalten. Diese fünf Modelle werden dann in einem zweiten Schritt detaillierter untersucht und miteinander verglichen. Die Untersuchung kann anhand der weiter oben, in unserem Bericht zum Mähroboter Test 2022, eingeführten Testkategorien und Testkriterien erfolgen.

In den folgenden Unterkapiteln haben wir die, unserer Ansicht nach, wichtigsten Kaufkriterien für Mähroboter zusammengefasst und erläutern diese ausführlich. Dabei gehen wir, neben der Flächenleistung als potentiell wichtigstes Kriterium, auf Hardware-, App-, Betriebs- ebenso wie Angebotsbezogene Kriterien ein. Unsere Darstellung könnt Ihr auch als einen Kriterienkatalog oder Art Checkliste verstehen, die Euch bei der Auswahl Eures zukünftigen Rasenroboters ideal unterstützen soll.

5.2.1. Flächenleistung

Wie soeben bereits erwähnt, ist die maximal mögliche Rasenfläche ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf eines Mähroboters. Insbesondere Einsteiger entscheiden sich oft für eines der günstigeren Geräte und stellen dann erst im Nachhinein fest, dass die Neuanschaffung gar nicht für die vorherrschende Rasengröße ausgelegt ist. Achtet daher immer darauf, für welche maximale Fläche der Automower konzipiert wurde. Es gibt nämlich sowohl Modelle für 100-150 m² kleine Stadtgärten als auch für 2.000 m² große Rasenflächen. Umso größer die maximal mögliche Fläche ist, umso höher ist in der Regel auch der Preis.

5.2.2. Hardwarebezogene Kriterien

Sensorik

Im Kontext der Hardware, solltet Ihr darauf achten, dass Euer Mähroboter mit entsprechenden Sensoren ausgestattet ist. In den gängigen Modellen ist in der Regel eine Selektion der folgenden Sensoren verbaut: (1) Kollisionssensoren, (2) Neigungssensoren, (3) Hebesensoren und (4) Regensensoren. Ein guter Kollisions- oder auch Hindernissensor ist wichtig, um kleinere Hindernisse zu erkennen und entsprechend zu umfahren. Der Neigungs- bzw. Kippsensor wird insbesondere in Gärten mit Hanglage relevant, da diese Sensoren verhindern, dass der Roboter bei extremeren Steigungen nach hinten umkippt. Darüber hinaus schützen Hebesensoren vor Diebstahl. Wir raten von Mährobotern ohne Hebesensoren ab, da diese sonst schnell in falsche Hände geraten können. Einige Roboter verfügen zudem über Regensensoren, mittels derer der Mähvorgang abgebrochen wird, wenn der Regen einsetzt. WLAN-fähige Geräte empfangen die lokalen Wetterdaten normalerweise allerdings über die App und benötigten daher keine Regensensoren.

Schneidsystem

Ein weiteres, relevantes Kriterium bei der Betrachtung der Hardware ist das Schneidsystem. Zunächst einmal existieren oftmals Unterschiede im Kontext der Schneidrichtung. So bewegen sich die Messer einiger Mähroboter immer in dieselbe Richtung (z.B. von links nach rechts), wohingegen die Messer anderer Roboter bei jedem Start die Richtung wechseln, was sich wiederum positiv auf die Klingenabnutzung auswirkt. Weiterhin solltet Ihr sicherstellen, dass die Schnittbreite des Geräts Euren Anforderungen genügt. Für Rasenflächen über 500 m² sollte die Schnittbreite bspw. mindestens 18 cm betragen. Da Rasenmähroboter im Vergleich zu herkömmlichen Akku-Rasenmähern weniger Power haben, kommen sie nicht gut mit längerem Gras zurecht. Daher solltet Ihr bei der Auswahl Eures Roboters auf die maximal einstellbare Schnitthöhe achten. Ist das Gras nämlich zu lang, müsst Ihr den Rasen zunächst mit einem herkömmlichen Mäher auf eine Höhe von wenigen Zentimetern trimmen.

Ladelösung

Fast alle Rasenmähroboter fahren bei nachlassender Akkuleistung – und je nach Modell auch bei Regen – selbstständig zu ihrer Ladestation zurück, um den Akku wieder aufzufüllen. Nach dem Laden nehmen die Roboter ihre Arbeit wieder selbstständig auf. Falls Euer Gerät die gesamte Rasenfläche nicht mit einer Akkuladung schafft, sondern die Batterie zwischendurch aufladen muss, ist eine schnelle Ladelösung von Vorteil, so dass keine zu langen Pausen entstehen. Insofern Euer Rasenroboter für einen Mähzyklus weniger als eine Akkuladung benötigt, ist die Ladegeschwindigkeit weniger relevant.

5.2.3. Betriebsbezogene Kriterien

Navigationssystem

Das Navigationssystem ist ein wichtiges Kriterium für den Gerätebetrieb. Wie bereits weiter oben, bei der Vorstellung verschiedener Mähroboter-Arten geschrieben, existieren einige, wenige GPS-Modelle, die für die Navigation keinen Begrenzungsdraht benötigen. Die meisten Roboter, inklusive der in diesem Bericht thematisierten Modelle, navigieren jedoch mithilfe eines solchen Begrenzungsdrahts. Dennoch existieren Unterschiede. Einige Roboter, z.B. die weiter oben vorgestellten Geräte von Bosch und Gardena, arbeiten systematisch. Sie kalkulieren die ideale Mähstrecke, um diese dann in linearen Bahnen abzufahren. Andere Geräte, z.B. die Roboter von Einhell, arbeiten nach dem Zufalls- bzw. Chaosprinzip. Im chaotischen System fahren die Roboter so lange gerade aus, bis sie auf ein Hindernis treffen und ändern dann die Fahrtrichtung bis zum nächsten Hindernis.

Flächenmanagement

Vor allem in komplexeren Gärten, die aus mehreren Bereichen bestehen, ist die Verfügbarkeit an Funktionen für das Flächenmanagement von hoher Relevanz. Idealerweise verfügt das Gerät bzw. die App über Funktionen zur Erstellung verschiedener Haupt- und Nebenbereiche, das Anlegen von Passagen zur Verbindung der Bereiche sowie die Definition von Bereichen, die mit einer unterschiedlichen Frequenz oder ggf. auch gar nicht gemäht werden sollen. Weitere, im Kontext des Flächenmanagements wichtige Funktionen, sind das punktgenaue Mähen sowie das Schneiden der Rasenkanten. Bei Grundstücken mit Gefällen solltet Ihr zudem auf eine ausreichende Geräteleistung achten, da nicht alle Geräte per Definition gute Kletterer sind. Bspw. schaffen nur die wenigsten Modelle Steigungen über 35%.

Zeitplanung

Eine weitere, für einen effizienten Gerätebetrieb enorm wichtige Funktion, ist die Zeitplanung. Der Zeitplan sollte sowohl manuell als auch automatisch erstellbar sein. Für die automatische Planung sollten die vorliegenden Standarddaten zum Gerät bzw. Gerätebetrieb, wie bspw. die Größe der zu mähenden Rasenfläche oder auch die verfügbare Akkuleistung, berücksichtigt werden. Mit WLAN-Technologie ausgestattete Mähroboter beziehen außerdem Live-Daten, wie z.B. die lokale Wettervorhersage oder das historische Graswachstum in verschiedenen Gartenbereichen, mit ein und passen darauf basierend dann den Mähprozess an.

5.2.4. App-bezogene Kriterien

Technologie

Das unserer Meinung nach wichtigste Entscheidungskriterium im Kontext der App ist die verwendete Kommunikationstechnologie bzw. der eingesetzte Funkstandard. Die gängigen Mähroboter nutzen entweder Bluetooth oder WLAN. Bei Einsatz der Bluetooth Technologie müsst Ihr allerdings einige Abstriche hinsichtlich der Gerätesteuerung, der Verfügbarkeit von Funktionen sowie der Vernetzung mit anderen Smart Garden- oder Home Komponenten, machen. In den folgenden, beiden Abschnitten findet Ihr eine Detaillierung.

Steuerung und Funktionen

Ein wesentlicher Nachteil der Bluetooth-Technologie ist, dass der Anwender in der Nähe des Mähroboters stehen muss, um diesen mit der App zu bedienen. Mit der WLAN-Technologie kann der Roboter dahingegen, wie bereits oben bei den Vorteilen erwähnt, von jedem, beliebigen Ort aus bedient werden. Darüber hinaus stehen bei Bluetooth-Geräten weniger Planungs- und Steuerungsfunktionen zur Verfügung. Da sich das Gerät via Bluetooth nicht mit dem Internet verbinden kann, entfallen alle intelligenten bzw. smarten Funktionen, wie z.B. die Einbeziehung der aktuellen Niederschlagsvorhersage. Für die Sammlung, Analyse und Verwertung von Daten aus dem Internet muss der Mähroboter WLAN-fähig sein.

Smart Garden- und Home Integration

Falls Ihr bereits ein Smart Garden- und/ oder Smart Home System besitzt und den Mähroboter in dieses System integrieren möchtet, solltet Ihr unbedingt vorab überprüfen, ob das auch möglich ist. Gute Aussichten bestehen immer dann, wenn alle Lösungskomponenten vom selben Hersteller kommen. Sollte das nicht der Fall sein, lassen sie sich ggf. über den Internetdienst IFTTT (If This Then That) miteinander kombinieren. Insofern die verschiedenen Komponenten IFTTT-kompatibel sind, lassen sich gemeinsame Funktionsabläufe erstellen. Eine bekannte Smart Garden Applikation, die sich sinnvoll mit einem Automower verbinden lässt, ist das smarte Bewässerungssystem. Unser Magazinartikel „Smart Garden: Von der vollautomatischen Bewässerung bis zum Mähroboter“ bietet einen guten Überblick der wichtigsten Komponenten im Smart Garden.

5.2.5. Angebotsbezogene Kriterien

Preis

Eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste, Kriterium bei der Entscheidung, für oder gegen einen Mähroboter, sind die Anschaffungskosten. Wie bereits weiter oben geschrieben, werde die Rasenroboter derzeit ab etwa 400 Euro angeboten. Die von uns in diesem Bericht vorgestellten Geräte sind teurer. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass es sich dabei auch um hochwertige Applikationen, mit einer Reihe von Vorteilen, handelt. Darüber hinaus wird Rasenmährobotern eine lange Lebensdauer attestiert. Beim Kauf macht es definitiv Sinn, die Preise im Vorfeld ausführlich zu vergleichen. Auf Basis unserer Erfahrung findet Ihr die besten Angebote nicht bei den Herstellern, sondern auf Online-Plattformen, insbesondere bei Amazon.

Serviceangebot

Das Angebot an Services ist insbesondere für diejenigen Anwender von Interesse, die entweder wenig Zeit oder keine Lust auf die Installations- und Wartungsarbeiten am Mähroboter haben. Die meisten Hersteller von Mährobotern bieten Planungs-, Installations-, Inspektions- und spezielle Reparaturservices, bspw. im Falle eines Bruchs des Begrenzungskabels, für den Mähroboter an. Achtet bei der Anschaffung des Mähroboters ggf. darauf, dass Ihr für den Fall der Fälle ein Servicepartner in der Nähe ist. Einige Hersteller haben darüber hinaus auch einen sogenannten Winterservice im Sortiment. Der Mähroboter wird eingeschickt und dann beim Hersteller oder Servicepartner gewartet und bis zur nächsten Saison eingelagert.

5.3. Mähroboter Point of Sale

Wenn Ihr Euch einen Automower kaufen möchtet, dann könnt Ihr dies zum einen auf dem klassischen Weg (offline) machen. Den Mähroboter könnt Ihr Euch entweder direkt beim Gerätefachhändler (z.B. Motorland), im Gartencenter (z.B. Dehner) oder im Bauhaus (z.B. Obi) Eurer Wahl kaufen. Darüber hinaus sind die Geräte z.B. auch im Elektrofachmarkt (z.B. Saturn oder Media Markt) erhältlich. Alternativ könnte Ihr Euer Gerät aber auch im Internet, d.h. online, kaufen. In der Regel ist zum einen der direkte Bezug über die Webseite des jeweiligen Anbieters möglich sein. Zum anderen existieren selbstverständlich auf diverse, in der Regel attraktive, Angebote bei den bekannten Online-Händlern, wie z.B. Amazon.