Mähroboter Test 2023: Die besten Mähroboter im Vergleich

Mähroboter gehören, neben intelligenten Bewässerungssystemen, zu den beliebtesten Smart Garden-Anwendungen und sind im deutschsprachigen Raum mittlerweile weit verbreitet. Daher haben wir uns längst an den Anblick von zielstrebig die Rasenfläche durchquerenden Robotern gewöhnt. Und es kommen täglich neue Geräte hinzu. Experten gehen bis zum Jahr 2028 von einer jährlichen Umsatzwachstumsrate (CAGR) von knapp 15% aus. Dies nahmen wir zum Anlass, in diesem Sommer 2023 unseren ersten Mähroboter Test durchzuführen. In diesem Artikel findet Ihr eine übersichtliche und ausführliche Präsentation unserer Testergebnisse. Zudem erhaltet Ihr viele, gut strukturierte Hintergrundinfos zum gesamten Themenkomplex, die Euch insbesondere beim Finden des zu Euch passenden Geräts helfen sollen.

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1. Einleitung

Ein Mähroboter, auch Rasenmähroboter, Rasenroboter oder Automower genannt, ist ein akkubetriebener Roboter, der den Rasen nach einprogrammierten Vorgaben selbstständig mäht. Die zu mähende Rasenfläche wird dabei in der Regel durch einen sogenannten Begrenzungsdraht, der zuvor ober- oder unterirdisch im Garten verlegt wurde, definiert. Meist wird der Rasen nach einem zufälligen Muster gemäht. Der Roboter fährt bis zum Ende des Begrenzungskabels und dreht dann wieder um. Einige Geräte arbeiten dahingegen systematisch in Bahnen. In beiden Szenarien ist das Ergebnis idealerweise ein gleichmäßig und dauerhaft gepflegter Rasen. Darüber hinaus spart Euch ein Mähroboter eine Menge Zeit, die Ihr zukünftig mit interessantere Dingen als „Rasen mähen“ verbringen könnt.

Für die Vorbereitung, d.h. für die Auswahl des geeigneten Roboters und die sich anschließende Installation der Lösung, solltet Ihr aber (ein letztes Mal) ausreichend viel Zeit investieren. Mähroboter verfügen nämlich über viel mehr Funktionen und Features als herkömmliche Akku-Gartengeräte, wie z.B. Akku-Rasenmäher. Insbesondere wenn es um Themen wie App-Steuerung, Smart Home Integration oder die Verknüpfung mit anderen, digitalen Produkten geht, kann es etwas kompliziert werden.

Dieser Berichtet bietet Euch einen umfassenden Themenüberblick und geht dabei im Detail auf die verschiedenen Lösungsfacetten ein. Zunächst erfolgt im zweiten Kapitel eine Kategorisierung, inkl. einer Abgrenzung des Mähroboters vom Akku-Rasenmäher ebenso wie einer Vorstellung verschiedener Rasenroboter-Arten. Danach präsentieren wir Euch im dritten Kapitel unseren Ansatz für unseren Mähroboter Test 2023 und stellen Euch die von uns eingesetzten Testkategorien und -kriterien vor. Das vierte und fünfte Kapitel beinhaltet dann die Testergebnisse. Im sechsten Kapitel findet Ihr eine Reihe hilfreicher Informationen für Eure individuelle Geräteauswahl, z.B. in Form einer Checkliste.

2. Kategorisierung von Mährobotern

2.1. Begriffsabgrenzung

In unserem Akku-Rasenmäher Testbericht haben wir bereits die drei Begriffe Akku-Rasenmäher, Akku-Spindelmäher sowie Mähroboter eingeführt und diese voneinander abgegrenzt. In der Kurzzusammenfassung liegt der zentrale Unterschied zwischen den drei Gartengeräten darin, dass klassische Akku-Rasenmäher ebenso wie Akku-Sichelmäher durch einen Menschen geführt werden müssen, wohingegen der Automower den Rasen selbstständig mäht. Ihr arbeitet also autonom. Je nach Modell können Rasenmähroboter aber wesentlich viel mehr als einfach nur den Rasen mähen. Bei den meisten Modellen könnt Ihr sämtliche Einstellungen für das Mähen per App auf dem Smartphone oder Tablet vornehmen. Wesentliche Funktionen sind hierbei das Starten/ Beenden und Pausieren des Roboters, die Initiierung des Ladevorgangs, das Aufsetzen eines manuellen Zeitplans sowie die Anpassung der persönlichen Einstellungen. Intelligente Mähroboter sammeln und analysieren die Informationen aus vorherigen Mähvorgängen und berücksichtigen außerdem die aktuellen Wetterdaten (Temperatur, Witterung, etc.), um den Prozess der Rasenpflege kontinuierlich zu optimieren.

2.2. Mähroboter-Arten

Die zentralen Unterscheidungsmerkmale bei Mährobotern sind die Programmierbarkeit (möglich/ nicht möglich) und das Begrenzungskabel (notwendig/ nicht notwendig). Die meisten modernen Modelle sind programmierbar und bequem über eine App-Funktion steuerbar. Erst die Programmierung ermöglicht das vollautomatische, selbstständige Mähen sowie das automatische Aufsuchen der Ladestation, sobald der Akkuladestand niedrig ist. Bei Mährobotern ohne Programmierung müsst Ihr immer mal wieder manuell eingreifen. Da nicht programmierbare Rasenroboter heutzutage allerdings so gut wie nicht mehr eingesetzt werden, gehen wir im weiteren Verlauf dieses Beitrags auch nicht mehr auf diese Mähroboter-Art ein.

Die meisten Mähroboter-Modelle navigieren mithilfe eines Begrenzungskabels. Das Begrenzungskabel oder auch Begrenzungsdraht wird um die Rasenfläche herumgelegt. Der Mähroboter nutzt dann die vom Kabel versendeten Signale, um innerhalb der definierten Fläche zu bleiben. Einige, wenige Modelle benötigen keinen Begrenzungsdraht. Mähroboter ohne Begrenzungskabel können direkt in Betrieb genommen werden: einfach auf den Rasen stellen und los geht’s mit dem Mähen. Beim drahtlosen Mähroboter funktioniert die Navigation und die Erkennung der Rasengrenzen mit Hilfe eines GPS-Moduls, einer Kamera oder von Ultraschallsensoren.

3. Unsere Vorgehensweise beim Mähroboter Test

Auf Basis unserer Erfahrung unterscheiden sich herkömmliche Mähroboter mit Begrenzungskabel in vielerlei Hinsicht von kabellosen Geräten. Die Mähroboter-Arten können somit auch nur schwer direkt miteinander verglichen werden. Da während unserer Recherche jedoch nur eine überschaubare Anzahl an kabellosen Geräten auf dem Markt verfügbar war, haben wir uns zunächst primär auf Mähroboter mit Begrenzungskabel konzentriert. Bei der Durchführung unseres Mähroboter Tests 2023 haben wir uns an unserem etablierten Ansatz für die Analyse und Bewertung von Akku-Gartengeräten (z.B. Heckenscheren oder Rasentrimmer) orientiert und eine leicht modifizierte Version des 3-Phasen-Modells angewendet. Im Folgenden findet Ihr eine Erläuterung unserer Vorgehensweise.

Phase 1: Zunächst haben wir im ersten Prozessschritt eine umfassende Bestandsaufnahme von Geräten durchgeführt. Da wir den Mähroboter Test dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführt haben, fokussierten wir uns während der Analysearbeiten auf Applikationen von uns bereits bekannte Geräteherstellern, wie z.B. von Bosch. Zum Abschluss der ersten Phase wurde dann, auf Basis der ersten Analyseergebnisse, eine Rangliste der Roboter erstellt.

Phase 2: Die besten Geräte wurden dann in Phase 2 des Prozesses tiefergehend analysiert. Ebenso wie bei unseren klassischen Gerätetests auch, erfolgte die Überprüfung der Roboter anhand vordefinierter Testkategorien und Testkriterien. Insgesamt wurden vier Testkategorien (Hardware, Software, Betrieb und Angebot) definiert. Jeder Testkategorie wurden verschiedene Testkriterien zugeordnet (s. Tabelle).

TestkategorieTestkriterium
HardwareMähroboter
Batterie
Ladestation
BetriebNavigationssystem
Betriebsmodi
Flächenmanagement
Zeitplanung
Instandsetzung
AppEinrichtung der App
Bedienung und Funktionen
Smart Home Integration
AngebotLieferumfang und Preis
Mähroboter-Services
Ersatzteile und Zubehör

Phase 3: In der dritten Phase erfolgte dann die Benennung der Mähroboter Testsieger 2023 auf Basis der finalisierten Gerätebewertung. Bei der Endbewertung wurde jedes Testkriterium (z.B. Smart Home & Garden Integration) pro Mähroboter einzeln bewertet. Darauf basierend wurden für jedes Gerät Mittelwerte pro Testkategorie (z.B. Software) ermittelt, um folglich das Gesamtergebnis pro Roboter zu berechnen. Das Gesamtergebnis entspricht dem durchschnittlichen Wert der Bewertungen der vier Testkategorien.

4. Mähroboter mit Begrenzungskabel

Im vierten Kapitel dieses Berichts stellen wir Euch nun die Ergebnisse von unserem ersten Mähroboter Test im Jahr 2023 vor. In Kapitel 4.1. erhaltet Ihr eine kurze Präsentation der drei besten Mähroboter mit Begrenzungskabel. Im sich anschließenden Kapitel 4.2. stellen wir Euch dann in aller Ausführlichkeit die Testergebnisse vor. Dabei vergleichen und bewerten wir die drei Roboter mit Begrenzungskabel anhand der im dritten Kapitel vorgestellten Testkategorien und -kriterien.

4.1. Vorstellung der Testsieger

Gardena Mähroboter smart SILENO life 1.000 m²

1. Platz (9,3 von 10 Punkten)

Der Gardena smart SILENO life 1.000 m², die zweitgrößte Applikation der aktuellen Rasenroboter Serie von Gardena, belegte in unserem diesjährigen Mähroboter Test den ersten Platz. Das Gerät überzeugte uns über alle vier Testkategorien hinweg. Insbesondere positiv hervorzuheben ist der Einsatz der innovativen LONA-Technologie für einen insgesamt effizienteren Mähprozess ebenso wie die mannigfaltigen Möglichkeiten der Einbindung des Mähroboters in das Gardena Smart System bzw. die Vernetzung des Geräts mit anderen, smarten Komponenten von Gardena.

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Bosch Mähroboter Indego M+ 700

2. Platz (8,7 von 10 Punkten)

Den zweiten Platz in unserem Mähroboter Test des Jahres 2023 belegte der Bosch Indego M+ 700, der leistungsstärkste Rasenroboter der sogenannten Indego-Serie des schwäbischen Geräteherstellers. Ebenso wie unser Testsieger von Gardena, überzeugte auch das Gerät von Bosch in allen vier Testkategorien. Durch den Einsatz der sogenannte LogiCut-Technologie ist der Mähvorgang effizient und wird außerdem ständig optimiert. Abstriche müsst Ihr beim Mähroboter von Bosch allerdings im Kontext der Flächenleistung, die laut Hersteller lediglich bei etwa 700 m² liegt, machen.

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Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+

3. Platz (8,1 von 10 Punkten)

Der Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+ schaffte es in unserem Mähroboter Test 2023 auf den dritten Platz. Der Mähroboter des bayrischen Geräteherstellers überzeugt mit einer guten Hardware, inkl. innovativer Akku- und Ladelösungen, komfortabler Bedienung und einer soliden Mähleistung bei einem kompetitiven Preis. Da sich der Mähroboter von Einhell nicht mit dem Internet verbinden kann, müsst Ihr allerdings einige Abstriche bei den Funktionen in Kauf nehmen und zudem auf Vorzüge der Smart Home Integration, z.B. die Sprachsteuerung durch Siri, Alexa oder den Google Assistant, verzichten.

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4.2. Der Testbericht

4.2.1. Testkategorie #1 – Hardware

Im ersten Schritt von unserem diesjährigen Mähroboter Test vergleichen und bewerten wir die Hardware. Im ersten Unterkapitel gehen wir auf das eigentliche Geräte ein und inspizieren dabei insbesondere die Flächenleistung, ergonomische Aspekte, die integrierte Sensorik, das Schneidsystem, das Bedienfeld ebenso wie die Gerätesicherheit. In der darauffolgenden Sektion beschäftigen wir uns mit den eingesetzten Lithium-Ionen Batterien und den Ladelösungen.

4.2.1.1. Mähroboter

 

Flächenleistung

Das Gerät mit der mit Abstand größten, empfohlenen Flächenleistung ist der Gardena Mähroboter smart SILENO life 1.000 m². Wie Ihr der Modellbezeichnung entnehmen könnt, wurde der Rasenroboter für das Mähen von bis zu 1.000 m² großen Flächen konzipiert. Dabei gilt es allerdings anzumerken, dass der Gardena Mähroboter die 1.000 m² nicht mit einer Akkuladung schafft, sondern die Lithium-Ionen Batterie zwischendrin mehrfach aufladen muss. Die von den Herstellern empfohlenen Rasengrößen für den Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+ und den Bosch Indego M+ 700 sind ebenso in den Modellnamen versteckt und liegen bei 750- bzw. 700 m².

Ergonomie:

Die Lautstärke während dem Betrieb ist der unserer Meinung nach wichtigste, ergonomische Aspekt bei Rasenrobotern. Wie bereits bei der Flächenleistung, hat die Lösung von Gardena auch hier die Nase vorn. Die Lautstärke des mit einem sogenannten „Silent Drive Motor“ ausgestattete Geräts beträgt lediglich 57 Dezibel (db(A)). Die Schalldruckpegel der Roboter von Einhell und Bosch sind mit 63- bzw. 62 db(A) etwas höher. Neben der Lautstärke sind die Gerätemaße und das Gewicht als weitere, wenn auch nur sekundär wichtige, ergonomische Kriterien anzuführen. Der Bosch Mähroboter Indego M+ 700 ist das kompakteste Geräte mit dem geringsten Gewicht.

ErgonomieGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Maße (LxBxH)58x39x22 cm44,5x36,4x20,2 cm69x43x30 cm
Gewicht (inkl. Akku)8,3 kg7,6 kg8,0 kg
Lautstärke57 db(A)62 db(A)63 db(A)

Sensorik

Die drei in unserem Mähroboter Test 2023 ausgezeichneten Automower mit Begrenzunskabel wurden alle mit einem Hindernis-, Neigungs- und Hebesensor ausgestattet. Hindernissensoren dienen, wie der Name sagt, der Erkennung und Vermeidung von Hindernissen auf der Mähfläche. Durch Neigungssensoren wird sichergestellt, dass die maximal mögliche Steigung nicht überschritten wird. Diese liegt beim Bosch Indego M+ 700 bei 27% und bei den Geräten von Gardena und Einhell bei 35%. Am Einhell Freelexo 750 LCD BT+ wurden zudem Regensensoren zur Niederschlagserkennung angebracht. Die Roboter von Bosch und Gardena haben keine Regensensoren, da sie beide über WLAN mit dem Internet verbunden sind und Zugriff auf die Live-Wetterdaten haben. Interessanterweise verfügt der Roboter von Gardena trotzdem über Frostsensoren zur Erkennung von Minustemperaturen.

SensorikGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Hindernissensoren+++
Neigungssensoren+++
Hebesensoren+++
Regensensoren--+
Frostsensoren+--

Schneidsystem

Die, im Kontext des Schneidsystems von Mährobotern, wichtigsten Aspekte sind das Messersystem, die Schnittbreite sowie die Möglichkeiten bei der Einstellung der Schnitthöhe. Zunächst einmal sind die im diesjährigen Mähroboter Test drei prämierten Geräte mit einem Drei-Drehklingen Messersystem, bestehend aus der Messerscheibe und den Messerklingen, ausgestattet. Eine Besonderheit besteht beim Messersystem des Roboters von Gardena, da dieses bei jedem Neustart die Schneidrichtung ändert, um die Abnutzung der Messer zu verringern. Die Geräte von Bosch und Einhell verfügen nicht über ein solche Funktion. Daher müssen die Klingen bei diesen Geräten häufiger ausgetauscht werden. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² überzeugte außerdem mit dem breitesten Schnitt (22 cm). Der Mähroboter von Einhell bietet unserer Meinung nach am meisten Flexibilität in Sachen Schnitthöhe, die je nach Bedarf zwischen 2 und 6 cm eingestellt werden kann.

SchneidsystemGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Messersystem3-Klingen3-Klingen3-Klingen
Schnittbreite22 cm19 cm18 cm
Schnitthöhe2-5 cm3-5 cm2-6 cm

Bedienfeld

Die drei von uns betrachteten Lösungen verfügen allesamt über ein Bedienfeld, bestehend aus einem Display und einer Tastatur. Der Bosch Indego M+ 700 hat ein HMI-Display, der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ ein LCD-Display und der Gardena smart SILENO life 1.000 m² wurde mit einem MonoChrome Graphical Display ausgestattet. Über die Tastatur des Bedienfelds könnt Ihr alle auf alle grundlegenden Funktionen der Mähroboter zugreifen und diese ausführen. Im Zuge der Betrachtung der Bedienfelder der Geräte konnten wir keine wesentlichen Unterschiede identifizieren.

Sicherheit

Weiter oben haben wir Euch bereits darüber informiert, dass alle drei Geräte über Hebesensoren verfügen. Die Hebesensoren werden aktiviert, wenn die Roboter angehoben und nach einer definierten Zeit, bspw. nach zwei Sekunden, nicht wieder zurück auf den Boden gestellt werden. Bei Aktivierung der Hebesensoren ertönt ein Alarm und der Mähroboter ist nicht mehr einsatzfähig, bis die PIN korrekt eingegeben wurde. Den PIN-Code wählt Ihr während der Installation aus. Der Mähroboter von Gardena verfügt darüber hinaus über weitere Sicherheitsstufen, so muss z.B. immer eine neue PIN-Nummer festgelegt werden, falls das Gartengerät für mehr als 30 Tage nicht bewegt wurde.

4.2.1.2. Akku & Ladestation

maehroboter-test-akku-ladestation Die drei Rasenroboter sind alle mit Lithium-Ionen Batterien auf 18 Volt Basis ausgestattet. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² wird mit einem Akku mit einer Kapazität von 2.0 Amperestunden (Ah) betrieben und der Bosch Indego M+700 mit einer 2.5 Ah Batterie. Für den Einhell Freelexo 750 LCD BT+ könnt Ihr aus mehreren Akkus mit Kapazitäten zwischen 1.5 und 6 Ah auswählen. Viel wichtiger als die Akkukapazität ist jedoch die eigentliche Akkuleistung (Wieviel Quadratmeter Rasen können mit einer Akkuladung gemäht werden?). Klarer Spitzenreiter aus unserem Trio ist der Mähroboter von Gardena, dessen voller Akku unter normalen Bedingungen Energie für etwa 70 m² Rasenfläche liefert. Dahingegen schafft der Rasenmähroboter von Bosch mit einer Akkuladung nur knapp 40 m². Bei Einhell ist die mögliche Fläche pro Akkuladung abhängig von der Kapazität des eingesetzten Akkus. Umso höher die Akkukapazität, umso größer ist auch die Fläche, die sich mit einer Akkuladung bewältigen lässt.

Die Akkuladezeit ist vor allen Dingen dann relevant, wenn Ihr einen größeren Garten besitzt, den der Automower nicht in einem Arbeitsgang mähen kann und die Batterie folglich zwischenladen muss. Die Ladezeiten beim Bosch Indego M+ 700 und beim Gardena smart SILENO life 1.000 m² liegen jeweils bei ungefähr einer Stunde. Falls Ihr den Einhell Mähroboter Freelexo in Kombination mit einem 5,2- oder gar 6,0 Ah Akku betreibt, müsst Ihr ebenso von Ladezeiten von ca. 60 Minuten rechnen. Bei Verwendung einer kleineren Batterie von Einhell, bspw. des 18V 3,0 Ah Akkus, beträgt die Ladezeit allerdings lediglich eine halbe Stunde.

4.2.1.3. Bewertung von Testkategorie #1
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,5/109,0/109,5/10
Mähroboter10/109/109/10
Akkus und Ladestation9/109/1010/10

4.2.2. Testkategorie #2 – Betrieb

maehroboter-test-betrieb-rasen-maehen Nachdem wir im letzten Kapitel die Hardwarekomponenten überprüft haben, erfolgt nun eine Analyse wichtiger Faktoren für den eigentlichen Mähroboterbetrieb. Hierzu gehören vor allem das eingesetzte Navigationssystem, die Verfügbarkeit verschiedener Betriebsmodi sowie die Auswahl an Funktionen für das Flächenmanagement und die Zeitplanung. Abschließend gehen wir auf das Thema Geräteinstandsetzung und damit verbundene Aufwände ein.

4.2.2.1. Navigationssystem

Die drei Gewinner von unserem diesjährigen Mähroboter Test bedienen sich allesamt eines Begrenzungsdrahts zur Unterstützung Ihrer Navigation. Die Länge des Begrenzungskabels beträgt beim Bosch Indego M+ 700 und Einhell Freelexo 750 LCD BT+ je 175 Meter und beim Gardena smart SILENO life 1.000 m² ganze 200 Meter. Das Gerät von Gardena navigiert innerhalb des eingegrenzten Bereichs, unter Verwendung der LONA-Technologie, GPS-gestützt. Dadurch kann der Roboter bspw. eine optimierte Karte erstellen und vermehrte Fahrtspuren vermeiden. Daraus resultiert ein optimiertes Rasenbild. Der Bosch Mähroboter Indego M+ 700 ist zwar nicht GPS-fähig, mittels der LogiCut-Technologie wird aber dennoch die effizienteste Strecke berechnet, die dann systematisch und linear gemäht wird. Im Gegensatz zu den Geräten von Bosch und Gardena bewegt sich der Rasenroboter von Einhell nach dem Zufallsprinzip. Um die Effizient zu erhöhen versetzt sich das Gerät während des Mähens mehrfach in den Spot-Mow Modus, in dem kleinere Flächen intensiv bearbeitet werden.

4.2.2.2. Betriebsmodi

Vor dem Hintergrund der konstant steigenden Energiekosten in Europa ist bei der Untersuchung der verschiedenen Betriebsmodi in erster Linie wichtig, ob die Geräte über einen Energiesparmodus verfügen. Das haben wir im Mähroboter Test 2023 überprüft. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² und der Bosch Indego M+ 700 können beide in einen solchen ECO-Modus versetzt werden. Um Energie zu sparen, wird der Strom auf den Begrenzungs- und Suchkabeln automatisch ausgeschalten, wenn die Geräte inaktiv sind. Der Mähroboter von Bosch verfügt sogar noch über zwei weitere Betriebsmodi, die sogenannten Maintenance- und Interactive Modi. Der Maintenance Modus startet immer dann automatisch, wenn der Rasen über einen längeren Zeitraum (i.d.R. 2 Wochen) nicht gemäht wurde. Im Interactive Modus mäht der Roboter den Rasen länger und gründlicher. Dahingegen kann der Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+ ausschließlich im Normalbetrieb arbeiten.

4.2.2.3. Flächenmanagement

 

Verbindung von Flächen

Alle drei Rasenroboter sind Multi-Area fähig, d.h. dass innerhalb eines definierten Hauptbereichs verschiedene Flächen über Passagen miteinander verbunden werden können. Eine Passage, oftmals auch Korridor genannt, ist ein Abschnitt mit Begrenzungskabeln an beiden Seiten. Bei Bosch und Gardena können im Hauptmähbereich bis zu drei Flächen über Korridore miteinander verbunden werden. Laut der Rechercheergebnisse von unserem Mähroboter Test 2023 existiert bei Einhell keine Begrenzung.

Nebenflächen

Darüber hinaus können sowohl bei Bosch als auch Gardena und Einhell Nebenflächen bzw. Nebenbereiche festgelegt werden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit dem Hauptbereich nicht über eine Passage verbunden werden können, bspw. aufgrund eines Gehwegs zwischen den beiden Flächen. Der Mähroboter muss dann manuell zum Nebenbereich befördert werden. Idealerweise wird jeder Nebenbereich mit einer separaten Ladestation ausgestattet.

AreaProtect & Zonen-Management

Eine AreaProtect-Funktion ermöglicht dem Anwender die Definition von Rasenbereichen, die nicht gemäht werden sollen. Durch das Zonen-Management kann die Mähfrequenz und die Mähintensität für verschiedene Gartenbereiche festgelegt werden. Bspw. könnt Ihr einstellen, dass schattige Bereiche weniger oft gemäht werden sollen, da dort das Gras langsamer wächst. Unter den im Mähroboter Test betrachteten Geräten verfügt allerdings lediglich der Gardena Mähroboter über die beiden genannten Features. Die Roboter von Bosch und Einhell wurden weder mit einer AreaProect-Funktion noch mit einem Zonen-Management Feature ausgestattet.

Punktgenaues Mähen

Mit der Funktion „Punktgenaues Mähen“, oftmals auch SpotMow- oder SpotCutting-Funktion genannt, werden Rasenbereiche festgelegt, die der Mähroboter dann mit besonderer Gründlichkeit bearbeitet. Eingesetzt wird die Funktion insbesondere in Bereichen, die sonst nicht oder seltener gemäht werden. Außerdem bietet sich das Feature für die Bearbeitung von, unter normalen Bedingungen, schlecht zu erreichenden Sektionen, z.B. im Bereich der Gartenbestuhlung oder zwischen Blumentöpfen, an. Die von uns überprüften Applikationen verfügen alle über eine Funktion zum punktgenauen Mähen.

Kantenschneiden

Die Mähroboter von Einhell und Bosch wurden beide mit einer separaten Rasenkantenfunktion ausgestattet. Beim Einhell Freelexo 750 LCD BT+ heißt die Funktion „Randmähen“ und beim Bosch Mähroboter Indego M+ 700 wird sie als BorderCut-Funktion bezeichnet. Bei beiden Geräten muss die Funktion aktiviert werden. Dahingegen ist die sogenannten CorridorCut-Funktion beim Gardena Mähroboter fest integriert, d.h. die Funktion muss nicht manuell ein- oder ausgestellt werden. Der Roboter erkennt die Ecken und Kanten automatisch und mäht diese entsprechend mit.

SchneidsystemGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Verbindung von Flächen+++
Nebenflächen+++
AreaProtect+--
Zonen-Management+--
Punktgenaues Mähen+++
Kantenschneiden+++

4.2.2.4. Zeitplanung

Eine manuelle Zeitplanung, bei der Ihr die Tage ebenso wie die Betriebszeit, inklusive der Start- und Endtermine, selbst festlegen müsst, ist bei allen drei Geräten möglich. Die Mähroboter von Gardena und Bosch verfügen darüber hinaus über eine intelligente Kalenderfunktion, die den Mähzyklus auf Basis von Eckdaten, bspw. die Größe der Rasenfläche oder die Akkuleistung, automatisch kalkuliert. Da der Bosch Indego M+ 700 und der Gardena smart SILENO life 1.000 m² mit dem Internet verbunden sind, können beide Geräte außerdem auf aktuelle Daten aus dem Netz (z.B. Niederschlags- und Temperaturvorhersage) zugreifen. Mithilfe der gewonnen Erkenntnisse kann der Mähprozess bei Bedarf täglich angepasst und optimiert werden. Für den Einhell Freelexo 750 LCD BT+ steht keine intelligente Planungsfunktion zur Verfügung.

4.2.2.5. Instandsetzung

Für die Installation solltet Ihr bei allen drei Lösungen genügend Zeit einplanen. Der wohl aufwändigste Teil ist das Verlegen des Begrenzungskabels, vor allem wenn dies unterirdisch geschehen soll. Immerhin stehen aber sehr gut beschriebene Installations- und Bedienungsanleitungen ebenso wie Erklärvideos auf den Hersteller-Webseiten zur Verfügung, die Euch bei der Instandsetzung helfen. Darüber hinaus findet Ihr auf Youtube viele gute Video Tutorials. Gardena und Einhell bieten Ihren Kunden zudem gegen einen Aufpreis entsprechenden Installationsservices an.

4.2.2.6. Bewertung von Testkategorie #2
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,4/109,0/107,0/10
Navigationssystem9/108/106/10
Betriebsmodi9/1010/106/10
Flächenmanagement10/109/108/10
Zeitplanung10/1010/106/10
Instandsetzung9/108/109/10

4.2.3. Testkategorie #3 – App

maehroboter-test-bedienung-app-smartphone Die drei Mähroboter-Modelle können allesamt über eine App auf dem Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Die Apps können im Apple Store oder Google Play Store heruntergeladen werden und heißen „Bosch Smart Gardening App“, „Gardena Smart App“ bzw. „Einhell Connect App“. In der kommenden Sektion von unserem Mähroboter Test 2023 werden wir die Apps der drei Gerätehersteller intensiver betrachten.

4.2.3.1. Einrichtung der App

Der Setup- bzw. Einrichtungsprozess ist sowohl bei der Bosch Smart Gardening App, der Gardena Smart App als auch bei der Einhell Conncet App relativ simpel und beginnt direkt nach dem Download. Ein „Guide“ führt Euch durch die einzelnen Schritte. Zu Beginn werdet Ihr aufgefordert, ein Nutzerkontos beim jeweiligen Hersteller anzulegen. Der zweite, wesentliche Schritt der App-Einrichtung ist das Pairing bzw. die Verbindung der Geräte. Bei Bosch und Einhell verbindet Ihr die Mähroboter direkt mit Eurem Smartphone oder Tablet. Bei der Lösung von Gardena wird ein sogenannter Smart Gateway dazwischen geschalten, den Ihr aufstellen und einmalig mit Eurem WLAN-Router verbinden müsst. Im Anschluss an den Einrichtungsprozess fahren die beiden Roboter von Bosch und Gardena die Rasenfläche ab, um eine Karte zu erstellen (Garden Mapping). Der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ führt kein Garden Mapping durch, da er, wie bereits mehrfach erwähnt, nach einem chaotischen Prinzip arbeitet.

4.2.3.2. Bedienung und Funktionen

Die drei Geräte können bei Bedarf vollständig über die jeweiligen Apps gesteuert werden. Zu den verfügbaren Funktionen gehören, neben den Basisfunktionen wie das Starten, Pausieren und Beenden des Mähens, die Überprüfung der Geräteeinstellungen oder die Analyse des aktuellen Status u.a. auch die Planungsfunktion ebenso wie die weiter oben thematisierten Funktionen rund um das Flächenmanagement (Verbindung von Flächen, punktgenaues Mähen, Kantenschneiden, etc.). Im Kontext der Bedienung und Steuerung ist unserer Meinung nach von zentraler Wichtigkeit, ob der Mähroboter WLAN-fähig ist und sich somit mit dem Internet verbinden kann. Falls das Gerät nämlich die Bluetooth-Technologie nutzt und somit nicht online-fähig ist, müsst Ihr stets in der Nähe des Geräts stehen, um diesen mit Eurem Handy oder Tablet zu steuern. Dahingegen könnt Ihr WLAN-fähige Rasenmähroboter von überall aus bedienen.

Darüber hinaus bieten mit dem Internet verbundene Mähroboter in der Regel einen größeren Funktionsumfang. Der Gardena smart SILENO life 1.000 m² und der Bosch Indego M+ 700 sind WLAN-fähig, der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ aber nicht. Dies hat zur Folge, dass das Gerät über weniger Funktionalitäten für die Planung und das Flächenmanagement verfügt. Darüber hinaus kann der Roboter von Einhell nicht via Sprachsteuerung bedient werden. Bei Bosch und Gardena ist dies wiederum möglich. Je nach Vorliebe kann die Bedienung der Mähroboter über Siri (Apple), Alexa (Amazon) oder den Google Assistant erfolgen. Zudem können bei Bosch und Gardena, im Gegensatz zu Einhell, bei Bedarf auch andere Smart Garden Devices, z.B. intelligente Bewässerungslösungen, mit einbezogen werden. Weitere Informationen dazu findet Ihr in der folgenden Sektion.

4.2.3.3. Smart Home Integration

Gardena bietet neben den Mähroboter-Modellen eine Reihe weiterer Komponenten für den smarten Garten an. Der Fokus liegt auf Lösungen für die Gartenbewässerung, wie z.B. „smart Garden Control“ für die automatische Bewässerung oder „smart Sensor“ zur Steuerung der Bodenfeuchtigkeit. Zudem ist das Gardena smart system standardmäßig mit dem Apple HomeKit sowie der Smart-Home-Plattform von Magenta integriert. Wem diese Möglichkeiten nicht ausreichen, der kann über die Plattform IFTTT vordefinierte Szenarien abrufen und integrieren, wie bspw. die Sprachsteuerung. Fortgeschrittene Anwender können auf der Plattform sogar eigene Szenarien erstellen und in das System einbinden. Ebenso wie der Rasenroboter von Gardena, kann sich auch der Bosch Indego M+ 700 über die IFTTT-Plattform mit anderen digitalen Services verbinden. Die Lösung von Bosch ist allerdings nicht werksmäßig mit anderen Plattformen, z.B. dem Apple HomeKit, integriert. Zudem verfügte Bosch zum Zeitpunkt unserer Recherchearbeiten für unseren Mähroboter Test 2023 über keine anderen Smart Garden Devices.

4.2.3.4. Bewertung von Testkategorie #3
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,7/109,0/106,0/10
Einrichtung9/1010/1010/10
Bedienung und Funktionen10/109/107/10
Smart Home Integration10/108/101/10

4.2.4. Testkategorie #4 – Angebot

maehroboter-test-lieferumfang-preis In der vierten und letzten Kategorie von unserem Mähroboter Test haben wir alle angebotsrelevanten Kriterien überprüft. In den folgenden Abschnitten präsentieren wir Euch unsere Ergebnisse und gehen dabei zunächst auf das den Lieferumfang und insbesondere den Gerätepreis ein. Anschließend vergleichen wir das Angebot an optionalen Serviceleistungen der drei Hersteller, um zum Abschluss dieser Sektion den Bereich Zubehör und Ersatzteile näher zu beleuchten.

4.2.4.1. Lieferumfang und Preis

Die drei von uns in diesem Testbericht begutachteten Rasenroboter werden zusammen mit einer Reihe verschiedener Komponenten für den Betrieb geliefert. Dazu gehören neben dem Lithium-Ionen Akku außerdem die Ladestation und ein Netzteil. Zudem sind im Lieferumfang die Begrenzungskabel sowie die für die gesamte Installation notwendigen Klemmen oder Haken enthalten. Im Kontext des Lieferumfangs unterscheiden sich die drei Angebote somit nicht. Allerdings existieren größere Differenzen hinsichtlich der Anschaffungskosten. Zum Zeitpunkt unserer Recherche für den Mähroboter Test (Anfang 2023) war unser Testsieger, der Gardena smart SILENO life 1.000 m², die mit Abstand teuerste Lösung, gefolgt vom Bosch Indego M+ 700. Der Einhell Freelexo 750 LCD BT+ war der günstigste Mähroboter.

4.2.4.2. Service

Da es sich bei Mährobotern letztlich doch um komplexere Produkte handelt, offerieren die Gerätehersteller auch eine Reihe an verschiedenen optionalen Services. Alle drei Firmen bieten neben den herkömmlichen Gerätereparatur- und Ersatzeilservices auch speziell für den Mähroboter konzipierte Inspektions- bzw. Wartungsleistungen an. Die Kunden von Gardena und Einhell können sogar noch auf weitere, auf den Roboter zugeschnittene, Dienstleistungen zugreifen. Hierzu gehören Services für die Auswahl und Planung, die Installation der Lösung, inklusive der Verlegung des Begrenzungskabels, sowie für die Einlagerung im Winter (inkl. Wartung). Die zuletzt beschriebenen Angebote haben wir bei Bosch vermisst. Im Gegensatz zu Gardena und Einhell bietet Bosch jedoch einen Service für die Rücknahme und das Recycling des Geräts und der Batterien an. Die folgende Tabelle bietet eine Zusammenfassung des Dienstleistungsspektrums der drei Anbieter.

SchneidsystemGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Planung+-+
Installation+-+
Winterlagerung+-+
Inspektion+++
Kabelreparatur+--
Gerätereparatur+++
Ersatzteile+++
Rücknahme/ Recycling-+-

4.2.4.3. Zubehör und Ersatzteile

Gardena, Bosch und Einhell bieten ihren Kunden ein umfangreiches Sortiment an Ersatz- und Zubehörteilen für die Automower an. Unter Ersatzteilen verstehen wir Komponenten, die zwingend für die Installation bzw. den Betrieb des Mähroboters benötigt werden. In aller Regel sind die Komponenten bereits im Standardlieferumfang enthalten sind, wie bspw. der Begrenzungsdraht oder die Ladestation und das entsprechende Netzteil. Mit dem Begriff „Zubehör“ beziehen wir uns dahingegen auf optionale Komponenten, die sich nicht im Standardlieferumfang befinden. Ein Beispiel bietet die Mähroboter-Garage, die bei allen drei Anbietern dazu gekauft werden kann. Die Anschaffung einer Garage für Euren Mähroboter erachten wir insbesondere dann als sinnvoll, wenn der ausgewählte Ladeplatz nicht vollständig vor Sonneneinstrahlung und Regen geschützt ist.

4.2.4.4. Bewertung von Testkategorie #4
BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt8,8/109,0/109,8/10
Lieferumfang10/1010/1010/10
Preis6/108/1010/10
Service9/108/109/10
Zubehör und Ersatzteile10/1010/1010/10

4.2.5. Zusammenfassung der Ergebnisse

Nachdem wir Euch im Verlauf dieses vierten Kapitels unsere Testergebnisse in aller Ausführlichkeit vorgestellt und diese begründet haben, zeigt Euch die folgende Tabelle abschließend nochmals eine Zusammenfassung der Ergebnisse von unserem Mähroboter Test im Jahr 2023.

BewertungGardena smart SILENO life 1.000 m²Bosch Indego M+ 700Einhell Freelexo 750 LCD BT+
Gesamt9,3/109,0/108,1/10
Hardware9,5/109,0/109,5/10
Betrieb9,4/109,0/107,0/10
App9,7/109,0/106,0/10
Angebot8,8/109,0/109,8/10
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5. Mähroboter ohne Begrenzungskabel

Im fünften Kapitel gehen wir auf Mähroboter ohne Begrenzungsdraht ein. Aufgrund der geringen Anzahl an verfügbaren Robotern und dem derzeitigen Reifegrad der Modelle, haben wir in diesem Jahr noch keinen ausführlichen Mähroboter Test von drahtlosen Geräten durchgeführt. Nichtsdestotrotz präsentieren wir Euch in Kapitel 5.1 die verschiedenen Ausprägungen von kabellosen Mährobotern und deren Funktionsweisen. Kapitel 5.2 gibt Euch dann einen Überblick über die relevanten Hersteller und die bereits erhältlichen Modelle.

5.1. Arten und Funktionsweisen

Nach der Art der Orientierung werden Mähroboter ohne Begrenzungskabel in drei Gruppen eingeteilt: 1) Mähroboter mit GPS, 2) Mähroboter mit Kamera und 3) Mähroboter mit Ultraschallsensoren. In diesem Kapitel stellen wir Euch die drei Varianten vor.

5.1.1. GPS-gesteuerte Mähroboter

maehroboter-gps-rasenflaeche-virtuelle-begrenzung Bei einem GPS-gesteuerten Mähroboter ist ein GPS-Tracker integriert, der zur Positionierung auf ein satellitengestütztes Funknavigationssystem zugreift. GPS-Mähroboter verfügen über ein digitales Kartensystem zur optimalen Orientierung auf der Rasenfläche und zur Erkennung der Rasengrenzen. Ein per GPS navigierter Mähroboter kann zeitlich „denken“ und besitzt einen genauen Mähplan. Die meisten Mähroboter mit GPS können zudem eigenständig lernen. Sie fahren die Rasenfläche ab und lernen dabei die Fahrstrecke kennen. Dabei wissen die Mähroboter, wo bereits gemäht wurde und welche Flächen noch zu mähen sind. Während des Mähens optimiert der Rasenroboter selbstständig die Fahrstrecke, um eine möglichst geringe Mähzeit zu erzielen. Neben dem GPS wird dies durch die zentralen Recheneinheiten, die sich im Inneren des Mähroboters befinden, ermöglicht. Bei Kopplung der GPS-Anwendung mit einer App könnt Ihr den Mähvorgang vom Smartphone, Tablet oder ggf. auch vom PC aus verfolgen.

Mähroboter mit GPS haben allerdings den Nachteil, vor allem bei schlechten Wetterbedingungen, unter Umständen Schwierigkeiten mit der exakten Bestimmung der Geräteposition haben. Darüber hinaus können Gebäude, Bäume oder auch hohen Hecken den GPS-Empfang stören.

Tipp: Überprüft die Netzabdeckung an Eurem Standort, bevor Ihr Euch für einen GPS-basierten Mähroboter entscheidet. Die Netzabdeckung könnt Ihr bspw. auf der Webseite Eures Mobilfunkanbieters prüfen. Normalerweise reichen eine 2G- oder 3G Verbindung bereit aus, da zwischen dem Rasenroboter und dem Satellitensystem keine großen Datenmengen ausgetauscht werden.

5.1.2. Kamerabasierte Mähroboter

Momentan gibt es noch nicht besonders viele Mähroboter mit Kameraorientierung auf dem Markt. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich dies bereits kurzfristig ändern wird. Kamerabasierte Mährobotern nutzen eine an der Frontseite angebrachte Kamera zum Ausmessen der Rasenfläche und Erkennen der Rasengrenzen . Damit die Kamera auch weit genug vorausschauen kann, sind diese Modelle normalerweise deutlich höher gebaut als vergleichbare Modelle ohne Kamera.

In der Regel hat die Kamera zweierlei Funktionen: Einerseits dient sie dem Navigieren auf der Rasenfläche, andererseits kann sie das Gelände während Eurer Abwesenheit überwachen. Kamerabasierte Mähroboter navigieren durch den Garten und erstellen gleich bei der ersten Rundfahrt per Kamera eine Landkarte des Gartens. Diese Karte nutzt der Rasenroboter dann bei den weiteren Rundfahrten intelligent und effizient. Auf dem Rasen liegende Gegenstände erkennt er über die Kamera und weicht diesen aus. Dies gilt ebenso für die Grenzen der Rasenfläche. Registriert die Kamera eine Person, die auf das Grundstück eindringt, erkennt der Mähroboter diese auch und schickt eine Warnmeldung und ein Foto des Eindringlings an Euer Smartphone oder Tablet. Bei hochwertigen, kamerabasierten Rasenrobotern kommt nachts eine Infrarot-Kamera zum Einsatz. Allerdings raten wir generell vom Einsatz von Mährobotern in der Nacht ab, da sonst unter Umständen nachaktive Tiere, wie z.B. Igel, verletzt werden können.

Tipp: Wenn Ihr Euch einen kamerabasierten Mähroboter kaufen möchtet, solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass das Gerät auch über hochwertige Kameras verfügt, die in der Lage sind, klare Bilder und Videos aufzunehmen. Hierfür sollte die Bildauflösung mindestens bei 640 x 480 Pixeln liegen.

5.1.3. Ultraschallgeführte Mähroboter

Ultraschallgeführte Mähroboter nutzen Schallwellen zur Erkundung Ihrer Umgebung und zur Erkennung der Rasengrenzen ebenso wie von Hindernissen auf dem Rasen. Hierfür sendet der Rasenroboter regelmäßig Ultraschallsignale, die von der Umgebung, bspw. einer Gartenbank oder einer Pflanze, reflektiert werden. Auf Basis der Zeit, die das Signal benötigt, um zu reflektieren bzw. zurückzukehren, kann der Mähroboter den Abstand zu einem Objekt oder auch zur Rasengrenze bestimmen. Die Erkennung von Rasengrenzen durch Ultraschall-Mähroboter wird in der Fachsprache auch Echo-Lokalisierung genannt.

Ein Nachteil von Mährobotern mit Ultraschallsensoren ist, dass die Sensoren nur über eine begrenzte Reichweite verfügen. Außerdem haben die Ultraschallsensoren oftmals Probleme mit dem Erkennen von sehr kleinen und flachen Objekten. Daher sind Mähroboter mit Ultraschallnavigation in der Regel auch noch mit anderen, „normalen“ Sensoren ausgestattet. Hierzu gehören zunächst einmal die sogenannten Rasensensoren an der Unterseite des Geräts, um Rasen- und Wegflächen zu unterscheiden. Rasensensoren erkennen idealerweise auch die Höhe des Rasens und ob die Fläche bereits gemäht wurde oder nicht. Weiterhin verfügen die Geräte klassischerweise über Stoß- bzw. Kollisionssensoren, Abgrundsensoren ebenso wie Kippsensoren.

Tipp: Vor der Anschaffung eines Ultraschall-Mähroboters solltet Ihr sicherstellen, dass das Gerät auch mit hochwertigen Sensoren ausgestattet ist. Wie gut bzw. schlecht die Ultraschallsensoren eines Roboters sind, könnt Ihr zum einen durch das Lesen von Kundenbewertungen, bspw. bei Amazon, herausfinden. Zum anderen bietet sich in diesem Fall eine Rücksprache mit dem Fachhändlers Eures Vertrauens an.

5.2. Bekannte Hersteller und Modelle

Zum Zeitpunkt unseres letzten Updates von unserem Mähroboter Test im Frühjahr 2023 gab es lediglich eine überschaubare Anzahl an Anbietern von Rasenrobotern ohne Draht. Die wohl bekanntesten Hersteller von drahtlosen Mährobotern sind Husqvarna, Segway und Zucchetti. Ebenso haben sich die Firmen EEVE und Marotronics einen Namen als Produzenten von Robotern ohne Begrenzungskabel gemacht. Neue Anbieter sind Ecovacs und Worx. Im weiteren Verlauf des Kapitels stellen wir Euch die genannten Herstellern kurz vor und gehen dabei auch auf das aktuelle Gerätesortiment ein.

5.2.1. Husqvarna

Husqvarna ist ein schwedischer Hersteller von professionellen Produkten für den Forst-, Garten- und Landschaftsbau. Die Produktpalette von Husqvarna enthält sowohl Mähroboter mit- als auch ohne Begrenzungskabel. Die Mähroboter ohne Draht gehören zur sogenannten NERA-Serie. Die NERA-Modelle, bspw. der Husqvarna Automower 430X NERA, basieren auf der GPS-gestützen EPOS-Technologie (Exact Positioning Operating System), die es den Robotern ermöglicht, innerhalb virtueller Grenzen ohne Begrenzungskabel zu arbeiten.

5.2.2. Segway

Die Firma Segway wurde im Jahr 1999 in den USA gegründet und agiert seitdem erfolgreich in den Bereichen Servicerobotik und intelligenter Kurzstreckentransport. Mit der Mähroboter-Reihe Navimow ist dem Unternehmen, das sich mittlerweile in chinesischem Besitz befindet, der Eintritt in den Smart Garden Markt gelungen. Ebenso wie die Mähroboter von Husqvarna, navigieren auch die Navimow Mähroboter von Segway GPS-gestützt. Das größte Modell der Serie, der Navimow H3000E, wurde außerdem mit Ultraschallsensoren ausgestattet.

5.2.3. Zucchetti

Die italienische Firma Zucchetti ist ein Hersteller von Geräten für den Garten- und Landschaftsbau. Zucchetti hat ein großes Gerätesortiment, das unter anderem die beiden Mähroboter-Marken Ambrogio und Wiper beinhaltet. Die hochinnovativen Geräte der Ambrogio-Serie agieren alle mithilfe von GPS-Technologie. Das beliebte Modell Ambrogio 4.36 Elite RTK wurde sogar mit Cloud-RTK-Navigation, eine Technologie, die die Genauigkeit von GPS-Positionsmessungen verbessert, ausgestattet. Die Wiper-Modelle, z.B. der Wiper Blitz XH4, sind ebenso GPS-fähig, erkennen aber die Rasengrenzen auch unter Zuhilfenahme spezieller Rasensensoren.

5.2.4. Marotronics

Die Marke Marotronics läuft unter der deutschen Firma Spring Engineering & Solutions GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin. Marotronics bietet Produkte aus den Bereichen (Rasen-) Robotik, Antriebstechnik, Sensorik, Elektronik und RTK/ GPS Systeme an. Mit dem GNSS RTK Alfred Mower hat Marotronics einen DIY Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Angebot. Den Roboter kann man allerdings nicht fertig kaufen, sondern muss diesen aus zwei Komponenten zusammenstellen. Beim Roboter selbst handelt es sich um ein Modell des Gartengeräteherstellers FUXTEC (FX-RB224). Der FUXTEC FX-RB224 ist eigentlich ein klassischer Mähroboter mit Begrenzungskabel. Kombiniert man das Gerät jedoch mit dem Alfred DIY Bausatz, inklusive der entsprechenden RTK/ GPS Technologie, entsteht der GNSS RTK Alfred Mower, der wiederum ohne Draht funktioniert.

5.2.5. EEVE

EEVE ist ein chinesisches Unternehmen das auf die Entwicklung von Mährobotern spezialisiert ist. Die Firma wurde im Jahr 2012 gegründet und verfügt über Vertriebszentren in den USA und Europa. Die kabellosen Mähroboter von EEVE laufen unter dem Markennamen Willow und bedienen sich einer Kombination aus hochwertiger Hardware, innovativer Software und künstlicher Intelligenz (KI). Im Gegensatz zu den Robotern der zuvor vorgestellten Hersteller, bspw. Husqvarna, nutzen die Willow Mähroboter eine Kamera zur Erkennung der Rasengrenzen. Die Kamera hat eine Nachtsichtfunktion und verwendet 4K-Videotechnologie.

5.2.6. Ecovacs

Ebenso wie EEVE ist auch Ecovacs ein chinesisches Unternehmen. Die Firma wurde bereits im Jahr 1998 in Suzhou gegründet und ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von intelligenten Smart Home Lösungen spezialisiert. In Europe ist Ecovacs vor allem für ihre hochwertigen Staubsaugerroboter bekannt. Mit dem Modell GOAT G1 hat die Firma Ecovacs im Jahr 2023 ihren ersten Mähroboter auf den Markt gebracht. Der kabellose Ecovacs Mähroboter GOAT G1 erkennt die Rasengrenzen mithilfe von zwei binokularen Kameras, die laut Herstellerangaben über eine Sichtweit von bis zu 100 Metern verfügen. Darüber hinaus ist der Ecovacs GOAT G1 mit einer intelligenten 3D-Hinderniserkennungs-Technologie, inklusive innovativer Sensorik, ausgestattet.

5.2.7. WORX

WORX ist ein US-amerikanischer Hersteller Elektrogeräten und Gartenwerkzeugen, wie z.B. Rasentrimmer, Rasenmäher und auch Mähroboter. Im Kontext der Rasenrobotik ist die Firma WORX für ihre Mähroboter-Serie Landroid bekannt. Bisher navigierten die Landroid Geräte allesamt mithilfe eines Begrenzungskabels. Prominente Beispiele bieten der WORX Worx Landroid L WR 155 E oder auch der WORX Landroid S300. Mit dem WORX Landroid Vision hat das US-Unternehmen Ende 2022 nun auch einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel vorgestellt. Ebenso wie die Willow Mähroboter von EEVE und der Ecovacs GOAT G1, nagiviert der WORX Mähroboter Landroid Vision mithilfe einer Kamera.

6. Ratgeber: Auf was Ihr beim Mähroboter Kauf achten solltet

6.1. Mähroboter im Vergleich mit klassischen Akku-Rasenmähern

Die meisten Besitzer eines Mähroboters haben sich, an irgendeinem Punkt während ihres individuellen Entscheidungsprozesses, für die Anschaffung eines autonomen Rasenroboters und gegen den Kauf eines herkömmlichen Akku-Rasenmähers entschieden. Die in diesem Kapitel beschriebenen Vor- und Nachteile von Rasenmährobotern (im Vergleich zu Akku-Rasenmähern) wurden bei der Entscheidungsfindung idealerweise berücksichtigt.

6.1.1. Vorteile von Mährobotern

maehroboter-rasenmaeher-vergleich

Zeitsparend

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rasenmäher, den Ihr über den gesamten Mähvorgang hinweg manuell führen müsst, navigiert ein Mähroboter selbstständig auf dem Rasen. Der daraus resultierende Zeitgewinn ist, je nachdem wie regelmäßig Ihr Euren Rasen früher gemäht habt, nicht zu verachten. Davon ausgehend, dass Ihr in den Sommermonaten von April bis September (6 Monate bzw. 26 Wochen) einmal pro Woche für eine Stunde mäht, beträgt die eingesparte Zeit pro Jahr etwa 26 Stunden (d.h. mehr als zwei Tage), die Ihr künftig z.B. Eurer Familie oder Eurem Hobby widmen könnt.

Lokationsunabhängig

Die gängigen Rasenroboter könnt Ihr über Euer Handy oder Tablet steuern. Bei Verwendung der Bluetooth-Technologie, müsst Ihr allerdings in der Nähe des Mähroboters stehen, um mithilfe der App in den Mähprozess eingreifen zu können. Falls der Mähroboter aber über WLAN mit dem Endgerät verbunden ist, könnt Ihr das Gerät von überall aus steuern. In diesem Fall müsst Ihr Euch bspw. in Zukunft keine Gedanken mehr darüber machen, welcher Nachbar des Rasen während des Urlaubs freundlicherweise mähen wird, sondern könnt alle Einstellungen komfortabel an jedem Strand der Welt vornehmen, solange Ihr eine WLAN-Verbindung habt.

Verbesserte Rasenqualität

Der Einsatz eines Automowers führt mittel- bis langfristig in der Regel zu einer verbesserten Rasenqualität. Durch das regelmäßige Mähen (bspw. täglich) wächst der Rasen zum einen sehr dicht und zum anderen kann sich Unkraut nur schwer ausbreiten. Darüber hinaus trägt das Mulchen zur Steigerung der Rasenqualität bei. Mittels der Mulch-Funktion werden die abgeschnittenen Grashalme gleich wieder auf dem Rasen ausgeworfen, um dort bis zur Verrottung liegen zu bleiben. Längerfristig wird der Rasenschnitt biologisch abgebaut, wodurch die Nährstoffe freigesetzt werden und dem Boden als Dünger zur Verfügung stehen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass Ihr das Schnittgut nicht entsorgen müsst.

Geräuscharm

Im Normalfall sind Mähroboter sogar noch leiser, als die sowieso schon relativ geräuscharmen, batteriebetriebenen Rasenmäher. So liegen bspw. die Schalldruckpegel der von uns in diesem Jahr ausgezeichneten Mähroboter von Gardena (smart SILENO life 1.000 m²) und Bosch (Indego M+ 700) bei lediglich 57- und 63 Dezibel. Zwei bekannte Akku-Rasenmäher der gleichen Hersteller, der Bosch Akku-Rasenmäher Rotak 430 LI und der Gardena Akku-Rasenmäher PowerMax Li-18/32, haben dahingegen Schalldruckpegel von 76- bzw. 77 Dezibel und sind damit um mindestens 13 Dezibel lauter als die für diesen Vergleich hinzugezogenen Mähroboter-Modelle.

Wartungsarm

Viel zu tun gibt es bei Rasenmährobotern in der Regel nicht. Dennoch solltet Ihr auf Sauberkeit achten, das gilt vor allem für die Räder und die Unterseite. Schmutz und feuchter Rasenschnitt haften hier gerne an. Weiterhin solltet Ihr das Schneidwerk hin und wieder überprüfen, um ein gutes Schnittbild zu erzielen. Sind die Klingen oder Balken stumpf, rupfen sie die Gräser eher, anstatt sie zu schneiden. Möglicherweise bekommt Ihr die anstehenden Wartungsarbeiten auch in der App angezeigt. Mit zunehmendem Alter ist auch ein Verschleiß des Lithium-Ionen Akkus möglich. Dieser kann bei den meisten Mähern aber ohne Probleme ausgetauscht werden.

6.1.2. Nachteile von Mährobotern

Teuer

Der wahrscheinlich größte Nachteil von Mährobotern sind die hohen Anschaffungskosten. Es gibt zwar eine Reihe von Rasenrobotern, die schon für 400 Euro angeboten werden, allerdings müsst Ihr dann in der Regel einige Abstriche im Kontext der Geräteleistung (z.B. maximale Mähfläche) und Funktionalität (z.B. WLAN-Technologie) hinnehmen. Die Preise für höherwertige Geräte für Privatanwender, wie z.B. die im Mähroboter Test 2023 thematisierten Lösungen von Bosch, Gardena und der Firma Einhell, liegen zwischen etwa 800- und 2.000 Euro.

Aufwändige Vorbereitung

Einen normalen Akku-Rasenmäher könnt Ihr Euch im Internet bestellen und dann, nach einer kurzen Installationsphase, direkt mit dem Rasen mähen loslegen. Bevor der Mähroboter aber zum ersten Mal eingesetzt werden kann, müssen noch einige Vorbereitungsarbeiten durchgeführt werden. Die Installation des Begrenzungsdrahts ist dabei der wohl aufwändigste Part, insbesondere wenn Ihr Euch dafür entscheidet, das Begrenzungskabel unterirdisch zu verlegen. Zudem solltet Ihr etwas Zeit für den Download, die Installation und den Setup der App ebenso wie für die Kopplung der App mit dem Roboter einplanen. Darüber hinaus müssen ggf. einige Einstellungen direkt am Mähroboter vorgenommen werden.

An Voraussetzungen gebunden

Für den erfolgreichen Gerätebetrieb sollte Euer Garten gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen. Bspw. kommen einige Mähroboter nicht gut mit unebenen, hügeligen oder anderweitig unregelmäßigen Böden zurecht. Außerdem schaffen sie in der Regel keine extremen Steigungen. Die von uns überprüften Roboter bewältigen z.B. nur Anstiege von bis zu 35%. Weiterhin solltet Ihr darauf achten, dass das Gras nicht zu lang wird, da viele Geräte dieses nur bis zu einer bestimmten Höhe mähen. Auch sollte sichergestellt sein, dass der Rasen frei von kleineren Gegenständen, wie z.B. Kinderspielzeug, aber auch kleineren Steinen oder Tannenzapfen, ist, da sich eventuelle Kollisionen negativ auf die Klingen des Mähroboters auswirken können. Vor dem Mähen im Herbst solltet Ihr störendes Material wie Laub und Fallobst wegräumen. Laub und Fallobst verkleben an den Rädern und können diese blockieren. Bei größeren Flächen empfehlen wir Euch ein Entfernen des Laubes mit einem akkubetriebenen Laubsauger oder Laubbläser.

Gefährdung von Tieren

Gewissermaßen stellen Mähroboter eine Gefährdung für Insekten und Kleintiere ebenso wie für andere Gartenbewohner dar. Da der Roboter den Rasen regelmäßig, u.U. täglich, schneidet, werden den Insekten und Kleintieren die Nahrungsquellen und ihr Unterschlupf genommen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Autmower sie überfährt. Solltet Ihr Euren Rasen auch noch am Abend oder in der Nacht mähen, so gefährdet Ihr zudem nachtaktive Tiere in Eurem Garten, bspw. die Igel.

6.2. Mähroboter mit und ohne Begrenzungskabel im Vergleich

Im Vergleich zu Mährobotern mit Begrenzungskabel punkten kabellose Modelle mit einer ganzen Reihe von Vorteilen, verfügen aber auch über einige Nachteile, die nicht vernachlässigt werden sollten. Die folgenden Absätze bieten einen Überblick.

6.2.1. Vorteile von Mährobotern ohne Begrenzungsdraht

  • Schnelle Installation: Der Mähroboter ohne Draht ist direkt einsetzbar und kann nach dem Kauf gleich mit dem Mähen des Rasens loslegen. Mit dem Einsatz eines kabellosen Modells entfällt das mühsame Verlegen des Begrenzungsdrahts.
  • Hohe Effizienz: Kabellose Mähroboter, ganz egal ob GPS-gestützt, Kamerabasiert oder Ultraschallgeführt, arbeiten nicht nach dem Zufallsprinzip, d.h. mähen keine Flächen doppelt. So sind sie effizienter und energiesparender als alle Mähroboter mit Draht, die nach dem Chaosprinzip mähen.
  • Geringer Wartungsaufwand: Ohne das im oder auf dem Boden verlegte Begrenzungskabel ist auch der Wartungsaufwand geringer, da das Kabel nicht kaputt gehen kann und demnach auch in keinem Fall ausgetauscht oder repariert werden muss.
  • Hohe Flexibilität: Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind flexibel einsetzbar und können in verschiedenen Gärten und auf verschiedenen Rasenflächen eingesetzt werden. Bei einer Gartenneugestaltung entfällt dadurch bspw. die Neuverlegung des Begrenzungsdrahtes.
  • Schöne Ästhetik: Insbesondere wenn das Begrenzungskabel nicht unter der Erde liegt, kann es das Aussehen bzw. die Ästhetik des Gartens im negativen Sinne beeinflussen. Dahingegen können Mähroboter ohne Draht die Gartenästhetik ausschließlich verbessern.
  • Mehr Sicherheit: Ein Mähroboter mit Kamera kann, wie bereits weiter oben geschrieben, auch als Sicherheitskamera verwenden werden. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn um das Haus herum noch kein Sicherheitssystem installiert wurde.

6.2.2. Nachteile von Mährobotern ohne Begrenzungsdraht

  • Hohe Anschaffungskosten: Drahtlose Mähroboter sind in der Regel teurer als Geräte mit Begrenzungskabel. So existieren einige, lediglich für kleine bis mittegroße Rasenflächen ausgelegte, Mähroboter ohne Draht, deren Anschaffungskosten bei über 2.000 Euro liegen (Stand: Frühjahr 2023).
  • Geringere Genauigkeit: Vor allem bei hügeligem und schwierigem Gelände ebenso wie bei schlechten Witterungsbedingungen mit eingeschränkten Sichtverhältnissen stoßen die drahtlose Mähroboter der heutigen Generation noch oftmals an ihre Grenzen und sind weniger genau als Mähroboter mit Kabel.
  • Unvollständige Sicht: Bei Mährobotern ohne Draht werden neue Technologien eingesetzt. Vor allem in verwinkelten Gärten können die drahtlosen Geräte manchmal nicht die gesamte Fläche berücksichtigen, was ggf. dazu führt, dass die Mähroboter kleinere Passagen auslassen oder sich darin verfangen.
  • Erhöhte Fehleranfälligkeit: Da drahtlose Mähroboter neuartige Technologien nutzen, kann es zu mehr Fehlern und Aussetzern kommen als bei herkömmlichen Geräten mit Begrenzungskabel, deren Technologien schon seit einigen Jahren genutzt werden.

6.3. Kaufkriterien bei Mährobotern: Die Checkliste

maehroboter-kaufen-checkliste Nachdem Ihr Euch für die Anschaffung eines Rasenroboters entschieden habt, müsst Ihr in der nächsten Phase des Prozesses das am besten zu Euch passende Gerät identifizieren und die finale Kaufentscheidung treffen. Da es mittlerweile sehr viele, verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern gibt, stellt die Geräteauswahl allerdings eine große Herausforderung für die meisten potentiellen Käufer dar.

Unserer Meinung nach sollet Ihr, um den Auswahlprozess so einfach wie möglich zu gestalten, strukturiert vorgehen. Idealerweise erstellt Ihr im ersten Schritt eine Liste, die alle Geräte beinhaltet, die grundsätzlich für einen Kauf in Frage kommen. Um den Aufwand überschaubar zu halten, sollte die Liste nicht mehr als fünf Modelle enthalten. Diese fünf Modelle werden dann in einem zweiten Schritt detaillierter untersucht und miteinander verglichen. Die Untersuchung kann anhand der weiter oben, in unserem Bericht zum Mähroboter Test 2023, eingeführten Testkategorien und Testkriterien erfolgen.

In den folgenden Unterkapiteln haben wir die, unserer Ansicht nach, wichtigsten Kaufkriterien für Mähroboter zusammengefasst und erläutern diese ausführlich. Dabei gehen wir, neben der Flächenleistung als potentiell wichtigstes Kriterium, auf Hardware-, App-, Betriebs- ebenso wie Angebotsbezogene Kriterien ein. Unsere Darstellung könnt Ihr auch als einen Kriterienkatalog oder Art Checkliste verstehen, die Euch bei der Auswahl Eures zukünftigen Rasenroboters ideal unterstützen soll.

6.3.1. Flächenleistung

Wie soeben bereits erwähnt, ist die maximal mögliche Rasenfläche ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf eines Mähroboters. Insbesondere Einsteiger entscheiden sich oft für eines der günstigeren Geräte und stellen dann erst im Nachhinein fest, dass die Neuanschaffung gar nicht für die vorherrschende Rasengröße ausgelegt ist. Achtet daher immer darauf, für welche maximale Fläche der Automower konzipiert wurde. Es gibt nämlich sowohl Modelle für 100-150 m² kleine Stadtgärten als auch für 2.000 m² große Rasenflächen. Umso größer die maximal mögliche Fläche ist, umso höher ist in der Regel auch der Preis.

6.3.2. Hardwarebezogene Kriterien

Sensorik

Im Kontext der Hardware, solltet Ihr darauf achten, dass Euer Mähroboter mit entsprechenden Sensoren ausgestattet ist. In den gängigen Modellen ist in der Regel eine Selektion der folgenden Sensoren verbaut: (1) Kollisionssensoren, (2) Neigungssensoren, (3) Hebesensoren und (4) Regensensoren. Ein guter Kollisions- oder auch Hindernissensor ist wichtig, um kleinere Hindernisse zu erkennen und entsprechend zu umfahren. Der Neigungs- bzw. Kippsensor wird insbesondere in Gärten mit Hanglage relevant, da diese Sensoren verhindern, dass der Roboter bei extremeren Steigungen nach hinten umkippt. Darüber hinaus schützen Hebesensoren vor Diebstahl. Wir raten von Mährobotern ohne Hebesensoren ab, da diese sonst schnell in falsche Hände geraten können. Einige Roboter verfügen zudem über Regensensoren, mittels derer der Mähvorgang abgebrochen wird, wenn der Regen einsetzt. WLAN-fähige Geräte empfangen die lokalen Wetterdaten normalerweise allerdings über die App und benötigten daher keine Regensensoren.

Schneidsystem

Ein weiteres, relevantes Kriterium bei der Betrachtung der Hardware ist das Schneidsystem. Zunächst einmal existieren oftmals Unterschiede im Kontext der Schneidrichtung. So bewegen sich die Messer einiger Mähroboter immer in dieselbe Richtung (z.B. von links nach rechts), wohingegen die Messer anderer Roboter bei jedem Start die Richtung wechseln, was sich wiederum positiv auf die Klingenabnutzung auswirkt. Weiterhin solltet Ihr sicherstellen, dass die Schnittbreite des Geräts Euren Anforderungen genügt. Für Rasenflächen über 500 m² sollte die Schnittbreite bspw. mindestens 18 cm betragen. Da Rasenmähroboter im Vergleich zu herkömmlichen Akku-Rasenmähern weniger Power haben, kommen sie nicht gut mit längerem Gras zurecht. Daher solltet Ihr bei der Auswahl Eures Roboters auf die maximal einstellbare Schnitthöhe achten. Ist das Gras nämlich zu lang, müsst Ihr den Rasen zunächst mit einem herkömmlichen Mäher auf eine Höhe von wenigen Zentimetern trimmen.

Ladelösung

Fast alle Rasenmähroboter fahren bei nachlassender Akkuleistung – und je nach Modell auch bei Regen – selbstständig zu ihrer Ladestation zurück, um den Akku wieder aufzufüllen. Nach dem Laden nehmen die Roboter ihre Arbeit wieder selbstständig auf. Falls Euer Gerät die gesamte Rasenfläche nicht mit einer Akkuladung schafft, sondern die Batterie zwischendurch aufladen muss, ist eine schnelle Ladelösung von Vorteil, so dass keine zu langen Pausen entstehen. Insofern Euer Rasenroboter für einen Mähzyklus weniger als eine Akkuladung benötigt, ist die Ladegeschwindigkeit weniger relevant.

6.3.3. Betriebsbezogene Kriterien

Navigationssystem

Das Navigationssystem ist ein wichtiges Kriterium für den Gerätebetrieb. Wie bereits weiter oben, bei der Vorstellung verschiedener Mähroboter-Arten geschrieben, existieren einige, wenige Modelle, die für die Navigation keinen Begrenzungsdraht benötigen. Die meisten Roboter, inklusive der in diesem Bericht thematisierten Modelle, navigieren jedoch mithilfe eines solchen Begrenzungsdrahts. Dennoch existieren Unterschiede. Einige Roboter, z.B. die weiter oben vorgestellten Geräte von Bosch und Gardena, arbeiten systematisch. Sie kalkulieren die ideale Mähstrecke, um diese dann in linearen Bahnen abzufahren. Andere Geräte, z.B. die Roboter von Einhell, arbeiten nach dem Zufalls- bzw. Chaosprinzip. Im chaotischen System fahren die Roboter so lange gerade aus, bis sie auf ein Hindernis treffen und ändern dann die Fahrtrichtung bis zum nächsten Hindernis.

Flächenmanagement

Vor allem in komplexeren Gärten, die aus mehreren Bereichen bestehen, ist die Verfügbarkeit an Funktionen für das Flächenmanagement von hoher Relevanz. Idealerweise verfügt das Gerät bzw. die App über Funktionen zur Erstellung verschiedener Haupt- und Nebenbereiche, das Anlegen von Passagen zur Verbindung der Bereiche sowie die Definition von Bereichen, die mit einer unterschiedlichen Frequenz oder ggf. auch gar nicht gemäht werden sollen. Weitere, im Kontext des Flächenmanagements wichtige Funktionen, sind das punktgenaue Mähen sowie das Schneiden der Rasenkanten. Bei Grundstücken mit Gefällen solltet Ihr zudem auf eine ausreichende Geräteleistung achten, da nicht alle Geräte per Definition gute Kletterer sind. Bspw. schaffen nur die wenigsten Modelle Steigungen über 35%.

Zeitplanung

Eine weitere, für einen effizienten Gerätebetrieb enorm wichtige Funktion, ist die Zeitplanung. Der Zeitplan sollte sowohl manuell als auch automatisch erstellbar sein. Für die automatische Planung sollten die vorliegenden Standarddaten zum Gerät bzw. Gerätebetrieb, wie bspw. die Größe der zu mähenden Rasenfläche oder auch die verfügbare Akkuleistung, berücksichtigt werden. Mit WLAN-Technologie ausgestattete Mähroboter beziehen außerdem Live-Daten, wie z.B. die lokale Wettervorhersage oder das historische Graswachstum in verschiedenen Gartenbereichen, mit ein und passen darauf basierend dann den Mähprozess an.

6.3.4. App-bezogene Kriterien

Technologie

Das unserer Meinung nach wichtigste Entscheidungskriterium im Kontext der App ist die verwendete Kommunikationstechnologie bzw. der eingesetzte Funkstandard. Die gängigen Mähroboter nutzen entweder Bluetooth oder WLAN. Bei Einsatz der Bluetooth Technologie müsst Ihr allerdings einige Abstriche hinsichtlich der Gerätesteuerung, der Verfügbarkeit von Funktionen sowie der Vernetzung mit anderen Smart Garden- oder Home Komponenten, machen. In den folgenden, beiden Abschnitten findet Ihr eine Detaillierung.

Steuerung und Funktionen

Ein wesentlicher Nachteil der Bluetooth-Technologie ist, dass der Anwender in der Nähe des Mähroboters stehen muss, um diesen mit der App zu bedienen. Mit der WLAN-Technologie kann der Roboter dahingegen, wie bereits oben bei den Vorteilen erwähnt, von jedem, beliebigen Ort aus bedient werden. Darüber hinaus stehen bei Bluetooth-Geräten weniger Planungs- und Steuerungsfunktionen zur Verfügung. Da sich das Gerät via Bluetooth nicht mit dem Internet verbinden kann, entfallen alle intelligenten bzw. smarten Funktionen, wie z.B. die Einbeziehung der aktuellen Niederschlagsvorhersage. Für die Sammlung, Analyse und Verwertung von Daten aus dem Internet muss der Mähroboter WLAN-fähig sein.

Smart Garden- und Home Integration

Falls Ihr bereits ein Smart Garden- und/ oder Smart Home System besitzt und den Mähroboter in dieses System integrieren möchtet, solltet Ihr unbedingt vorab überprüfen, ob das auch möglich ist. Gute Aussichten bestehen immer dann, wenn alle Lösungskomponenten vom selben Hersteller kommen. Sollte das nicht der Fall sein, lassen sie sich ggf. über den Internetdienst IFTTT (If This Then That) miteinander kombinieren. Insofern die verschiedenen Komponenten IFTTT-kompatibel sind, lassen sich gemeinsame Funktionsabläufe erstellen. Eine bekannte Smart Garden Applikation, die sich sinnvoll mit einem Automower verbinden lässt, ist das smarte Bewässerungssystem. Unser Magazinartikel „Smart Garden: Von der vollautomatischen Bewässerung bis zum Mähroboter“ bietet einen guten Überblick der wichtigsten Komponenten im Smart Garden.

6.3.5. Angebotsbezogene Kriterien

Preis

Eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste, Kriterium bei der Entscheidung, für oder gegen einen Mähroboter, sind die Anschaffungskosten. Wie bereits weiter oben geschrieben, werde die Rasenroboter derzeit ab etwa 400 Euro angeboten. Die von uns in diesem Bericht vorgestellten Geräte sind teurer. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass es sich dabei auch um hochwertige Applikationen, mit einer Reihe von Vorteilen, handelt. Darüber hinaus wird Rasenmährobotern eine lange Lebensdauer attestiert. Beim Kauf macht es definitiv Sinn, die Preise im Vorfeld ausführlich zu vergleichen. Auf Basis unserer Erfahrung findet Ihr die besten Angebote nicht bei den Herstellern, sondern auf Online-Plattformen, insbesondere bei Amazon.

Serviceangebot

Das Angebot an Services ist insbesondere für diejenigen Anwender von Interesse, die entweder wenig Zeit oder keine Lust auf die Installations- und Wartungsarbeiten am Mähroboter haben. Die meisten Hersteller von Mährobotern bieten Planungs-, Installations-, Inspektions- und spezielle Reparaturservices, bspw. im Falle eines Bruchs des Begrenzungskabels, für den Mähroboter an. Achtet bei der Anschaffung des Mähroboters ggf. darauf, dass Ihr für den Fall der Fälle ein Servicepartner in der Nähe ist. Einige Hersteller haben darüber hinaus auch einen sogenannten Winterservice im Sortiment. Der Mähroboter wird eingeschickt und dann beim Hersteller oder Servicepartner gewartet und bis zur nächsten Saison eingelagert.

6.4. Mähroboter Point of Sale

Wenn Ihr Euch einen Automower kaufen möchtet, dann könnt Ihr dies zum einen auf dem klassischen Weg (offline) machen. Den Mähroboter könnt Ihr Euch entweder direkt beim Gerätefachhändler (z.B. Motorland), im Gartencenter (z.B. Dehner) oder im Bauhaus (z.B. Obi) Eurer Wahl kaufen. Darüber hinaus sind die Geräte z.B. auch im Elektrofachmarkt (z.B. Saturn oder Media Markt) erhältlich. Alternativ könnte Ihr Euer Gerät aber auch im Internet, d.h. online, kaufen. In der Regel ist zum einen der direkte Bezug über die Webseite des jeweiligen Anbieters möglich sein. Zum anderen existieren selbstverständlich auf diverse, in der Regel attraktive, Angebote bei den bekannten Online-Händlern, wie z.B. Amazon.

6.5. Frequently Asked Questions (FAQ’s)

Allgemeine Fragen

Welche Vorteile bieten Mähroboter im Vergleich zu herkömmlichen Rasenmähern?

Der große Vorteil von Mährobotern ist, dass sie autonom arbeiten und ihre Anwender deshalb bei der Rasenpflege sowohl Zeit als auch Aufwand einsparen, während sie für eine hochwertige Rasenpflege sorgen.

Welche Mähroboter-Arten gibt es?

Mähroboter lassen sich hauptsächlich anhand von Navigationssystemen und Programmierbarkeit unterscheiden: Modelle mit Begrenzungsdraht oder drahtlose Modelle (GPS/ Kamera/ Sensoren) für die Navigation sowie programmierbare oder nicht programmierbare Varianten.

Auswahl & Kauf

Welche Mähroboter sind am besten?

Die besten Mähroboter mit Begrenzungskabel:
1. Platz: Gardena Mähroboter smart SILENO life 1.000 m²
2. Platz: Bosch Mähroboter Indego M+ 700
3. Platz: Einhell Mähroboter Freelexo 750 LCD BT+

Wie wähle ich den besten Mähroboter für meine Gartengröße und -form?

Bei der Auswahl des Mähroboters sollte man die maximale Flächenleistung berücksichtigen und prüfen, ob und wie gut der Mähroboter mit verschiedenen Gartenformen umgehen kann, bspw. indem er verschiedene Flächen miteinander verbindet.

Wieviel kosten Mähroboter im Durchschnitt?

Mähroboter kosten im Durchschnitt zwischen 500 und 2.500 Euro, wobei die Anschaffungskosten insbesondere von der Ausstattung des Geräts, der Lesitung und von der Marke abhängig sind.

Navigation & Sensorik

Wie navigieren Mähroboter?

Gängige Mähroboter navigieren entweder mithilfe von Begrenzungskabeln oder durch die Unterstützung von GPS-Technologie, Kamerasystemen oder Sensoren.

Wie funktionieren Mähroboter mit Begrenzungskabel?

Das im Garten verlegte Begrenzungskabel dient als Orientierungshilfe, indem es ein Signal aussendet, das der Mähroboter erkennt und dadurch nur innerhalb der gewünschten Fläche mäht.

Was ist der Unterschied zwischen dem systematischen Mähprinzip und dem Zufallsprinzip?

Das Zufallsprinzip (auch Chaosprinzip) folgt unregelmäßigen Mustern, wohingegen das systematische Mähprinzip geplanten Bahnen folgt. Das systematische Mähprinzip sorgt für eine gleichmäßigere Rasenabdeckung als das Zufallsprinzip.

Wie funktionieren Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Mähroboter ohne Begrenzungskabel nutzen GPS-Technologie, Kameras oder Sensoren (oder eine Kombination daraus), um ihre Position im Garten zu bestimmen und innerhalb des definierten Bereichs zu mähen.

Mit welchen Sensoren sind Mähroboter ausgestattet?

Die gängigen Mähroboter sind mit Hindernis-, Kollissions-, Neigungs- und Hebesensoren ausgestattet. Einige Mähroboter-Modelle verfügen auch über Regen- und Frostsensoren.

Ergonomie & Sicherheit

Wie laut sind Mähroboter während des Betriebs?

Mähroboter erzeugen einen Schalldruckpegel zwischen ungefähr 55 und 70 Dezibel und sind damit leiser als die meisten herkömmlichen Rasenmäher, insbesondere sind die leiser als traditionelle Benzingeräte.

Sind Mähroboter sicher für Kinder und Haustiere?

Mähroboter sind normalerweise sicher für Kinder und Haustiere, da Mähroboter mit Sensoren oder Kameras ausgestattet sind, die Hindernisse (u.A. Personen) erkennen und entsprechend die Richtung ändern.

Welche Funktionen für den Diebstahlschutz haben Mähroboter?

Funktionen zum Diebstahlschutz bei Mährobotern umfassen in der Regel einen PIN-Code, Alarmtöne und eine GPS-Ortung. Innovative Mähroboter sind mit Kamerasystemen ausgestattet, die Einbrecher erkennen können.

Kann ich meinen Mähroboter in verschiedenen Bereichen des Gartens einsetzen?

Mähroboter sind in der Regel relativ leicht und mit Tragegriffen ausgestattet, so dass sie zwischen verschiedenen Bereichen problemlos hin und her bewegt werden können.

Mähleistung & Schnittqualität

Welche Faktoren beeinflussen die Mähleistung und Schnittqualität von Mährobotern?

Die Mähleistung und Schnittqualität von Mährobotern wird insbesondere vom verwendeten Messertyp, der Schnittbreite und Schnitthöhe sowie der Geländegängigkeit des Geräts beeinflusst.

Welche Messer werden bei Mährobotern verwendet?

Bei Mährobotern werden entweder feste Messer oder Schwingmesser verwendet. Schwingmesser weisen in der Regel eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigungen auf, da die beweglichen Klingen bei der Kollision mit Hindernissen nachgeben.

Welche Schnittbreite sollte ein Mähroboter haben?

Die Schnittbreite eines Mähroboters sollte auf die Größe des Rasens und die gewünschte Schnittgeschwindigkeit abgestimmt sein. Die meisten Mähroboter-Modelle haben einen 15-25 cm breiten Schnitt.

Welche Schnitthöhe sollte ein Mähroboter haben?

Die Schnitthöhe von Mährobotern variiert in der Regel zwischen 2 und 6 cm. Höherwertige Modelle verfügen über eine Funktion zur Schnitthöhenverstellung zur Abdeckung individueller Anforderungen.

Können Mähroboter auf unebenem Gelände eingesetzt werden?

Hochwertige Mähroboter können auch auf unebenem Gelände eingesetzt werden. Die wichtigsten Anforderungen an den Roboter sind ein leistungsstarker Motor, ausreichende Bodenfreiheit und ein guter Radantrieb.

Akku- & Ladetechnologie

Welche Akku-Technologien werden bei Mährobotern eingesetzt und wie beeinflussen sie die Leistung?

Bei Mährobotern werden Lithium-Ionen Akkus eingesetzt. Ihre lange Lebensdauer, das geringe Gewicht und die hohe Energiedichte wirken sich positiv auf die Leistung aus.

Wie lange halten die Akkus von Mährobotern?

Die Laufzeit von Mähroboter-Akkus ist von vielen Faktoren, wie bspw. dem Akku-Modell, der Qualität der im Akku verbauten Zellen ebenso wie der Art der Akkunutzung, abhängig. Qualitativ hochwertige Akkus halten in der Regel mehrere Jahre.

Wie schnell können die Akkus von Mährobotern aufgeladen werden?

Die Ladezeit für Mähroboter-Akkus ist von der Akkukapazität und vom Ladegerät abhängig. In der Regel beträgt die Ladezeit für Mähroboter-Akkus zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.

Sind die Akkus von Mährobotern austauschbar?

Die Akkus von Mährobotern sind in der Regel austauschbar. Abhängig vom Hersteller und verwendeten Modell sollte der Wechsel des Akkus von einem Fachmann durchgeführt werden.

Betrieb

Welche unterschiedlichen Betriebsmodi haben Mähroboter?

Die meisten Mähroboter verfügen über verschiedene Betriebsmodi, z.B. den Normalbetrieb und den Eco-Betrieb. Viele Mähroboter haben weitere spezielle Betriebsmodi, z.B. einen Spot-Mähmodus, um verschiedene Mähbedürfnisse abzudecken.

Wie funktioniert die Zeitplanung bei Mährobotern?

Die Zeitplanung bei Mährobotern ermöglicht es, die Mähzeiten und die Mähtage individuell festzulegen, so dass der Rasenroboter dann automatisch zu den gewählten Zeiten arbeiten kann.

Können Mähroboter verschiedene Rasenflächen miteinander verbinden?

In der Regel können mehrere Rasenflächen miteinander verbunden werden. Die Mähroboter navigieren dann entweder mithilfe von physischen Leitkabeln oder entlang vorgegebener, virtueller Pfade.

Was versteht man unter Zonen-Management?

Unter Zonen-Management versteht man die Fähigkeit des Mähroboters, verschiedene Rasenbereiche gezielt zu bearbeiten, indem die Mähzeiten und -intensitäten für jede Zone individuell eingestellt werden.

Wie bewältigen Mähroboter Hindernisse und enge Passagen im Garten?

Mähroboter bewältigen Hindernisse und enge Passagen mithilfe von einem wendigen Design, das in engen Bereichen gut manövriert. Weiterhin nutzen die Roboter oftmals Sensoren oder Kameras, um Kollisionen zu verhindern.

Können Mähroboter Rasenkanten schneiden?

Die meisten Mähroboter sind mit speziellen Kantenmähfunktionen ausgestattet. Dieses ermöglichen den Mährobotern nahe an Begrenzungen zu arbeiten.

Instandsetzung

Wie installiere und konfiguriere ich meinen Mähroboter richtig?

Die Instandsetzung eines Mähroboters umfasst in der Regel das Verlegen des Begrenzungskabels, das Positionieren der Ladestation und das Programmieren der gewünschten Einstellungen. Bei kabellosen Mährobotern muss kein Begrenzungskabel verlegt werden.

Wie lange dauert die Installation des Mähroboters?

Die Installation eines Mähroboters mit Begrenzungskabel dauert je nach Rasengröße und -komplexität zwischen 2 und 6 Stunden. Die Installation eines Mähroboters ohne Begrenzungskabel dauert in der Regel weniger als 2 Stunden, da keine Kabel verlegt werden müssen.

App & Steuerung

Auf welchen Betriebssystemen laufen die Apps für Mähroboter?

Apps für Mähroboter laufen im Normalfall auf iOS- und Android-Betriebssystemen.

Welche Funktionen haben die Apps für Mähroboter?

Die Apps bieten in der Regel eine Reihe von Basisfunktionen, wie z.B. das Einstellen von Uhrzeit und Sprache oder das Starten und Beenden des Mähvorgangs, an. Normalerweise stehen außerdem spezifische Funktionen, z.B. für die Fernsteuerung und Zeitplanung oder das Flächenmanagement und Monitoring, zur Verfügung.

Können die Mähroboter-Apps auf Live-Daten zugreifen?

Insofern die Mähroboter WLAN-fähig sind, können die Apps auf Live-Daten zugreifen und dadurch Echtzeitinformationen über den Zustand des Mähroboters und den Mähfortschritt liefern.

Berücksichtigen Mähroboter Apps die gesetzlichen Vorgaben bei der Planung?

Einige Mähroboter-Apps berücksichtigen gesetzlichen Vorgaben zur Zeitplanung, wie etwa Ruhezeiten oder Lärmschutzregeln. Grundsätzlich liegt die Einhaltung der Gesetze aber in der Verantwortung des Nutzers.

Sind Mähroboter mit Sprachassistenten kompatibel?

Viele Mähroboter sind mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant kompatibel und können somit komfortabel per Sprachbefehl gesteuert werden.

Kann ich meinen Mähroboter mit anderen Smart Home oder Smart Garden Devices vernetzen?

Einige Mähroboter können mit anderen Smart Home- oder Smart Garden-Geräten vernetzt werden, um eine integrierte Steuerung zu erreichen. Ein bekanntes Beispiel bietet die Verbindung zwischen dem Mähroboter und smarten Bewässerungsanlagen.

Service & Wartung

Welche Garantiebedingungen gelten für Mähroboter?

Die Garantiebedingungen für Mähroboter sind vom jeweiligen Hersteller abhängig. Im Normalfall umfassen die Bedingungen eine Garantie von ein bis zwei Jahren für Material- und Verarbeitungsfehler.

Welche Wartungsarbeiten sind bei Mährobotern notwendig?

Regelmäßige Wartungsarbeiten, wie z.B. das Reinigen des Geräts, das Überprüfen der Räder und das Austauschen der Messer, sind empfehlenswert, um die bestmögliche Leistung zu gewährleisten.

Was ist im Kundenservice für Mähroboter normalerweise enthalten?

Im Kundenservice für Mähroboter sind normalerweise der telefonische Support, E-Mail-Support und Online-Hilfezentren enthalten. Einige Anbieter stellen ihren Kunden auch eine Chat-Funktion zur Verfügung.

Welche optionalen Services werden in der Regel angeboten?

Optionale Services, die in der Regel von Mähroboter-Herstellern angeboten werden, umfassen bspw. die professionelle Installation des Geräts, die Einlagerung im Winter oder auch erweiterte Garantien und Wartungsverträge, um die Lebensdauer und Leistung des Mähroboters zu verbessern.

7. Referenzen

Die Analysen und Vergleiche für unseren Mähroboter Test haben wir unter Verwendung der Informationen und Daten der jeweiligen Gerätehersteller durchgeführt. Bei der Aufbereitung der allgemeinen Inhalte (z.B. Mähroboter FAQs) haben wir u.a. Informationen von Wikipedia, den dort genannten Quellen ebenso wie spezifischen Mähroboter-Webseiten berücksichtigt. Die folgende Liste zeigt die genutzten Referenzen.